MeTa: Bürgermeister sorgt sich um Bremer Ortsmitte

Mit Blumen dankte Ralf Hettwer Michaela Lappe-Goßelke sowie Elke und Jörg Leuchtenberger (von rechts) für den Einsatz rund um die diesjährigen „Enser Messetage“.
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Mit Blumen dankte Ralf Hettwer Michaela Lappe-Goßelke sowie Elke und Jörg Leuchtenberger (von rechts) für den Einsatz rund um die diesjährigen „Enser Messetage“.

NIEDERENSE - Bürgermeister Hubert Wegener sorgt sich um die „Bremer City“ und befürchtet, dass „die vorhandenen und drohenden Leerstände auf eine Verödung des Ortskerns hinzielen.“ Deshalb „brauchen wir in Zusammenarbeit mit den Grundstückseigentümern ein ortsgerechtes Nutzungskonzept“, sagte er bei der Eröffnung der „Enser Messetage“.

Denn für Bürgermeister Hubert Wegener steht fest: Auch wenn die Kirche, das Rathaus, die Dienstleistungsunternehmen wie Geldinstitute und Versicherungen sowie Arztpraxen auch in Zukunft „für viele Besucher sorgen“ würden, wofür die Auslastung der Parkplätze ein Indiz sei, so werde die Nutzung der Ortsmitte durch den Handel „sicherlich nicht mehr wie in den 80er-Jahren stattfinden.“ Schließlich würden Ladenlokale, die eine Vielzahl von Gütern anböten, nicht mehr in verkehrsberuhigten Straßenbereichen mit großen Lkw versorgt, und der Kunde wolle seine Waren für den täglichen Bedarf mit dem Fahrzeug besorgen.

Indes: Verwaltung und Politik könnten dieses Problem nicht alleine lösen, so Bürgermeister Hubert Wegener am Samstagmorgen. Kreative Ideen und Anregungen mit verlässlichen Investoren oder gewerbliche Neugründer könnten aber die Situation verbessern. Unterstützen solle man etwa die Fortbewegung ohne Pkw. Der neu geschaffene Radweg sei ein erster Schritt in die Richtung einer solchen „bewegungsfördernden Infrastruktur“.

Fahrradfreundlichkeit jedenfalls sei mittlerweile ein Standortfaktor einer attraktiven Kommune. Die Wege der Einwohner – für Einkauf, Beruf, Schule, Freizeit oder Kinderbetreuung – spielten sich zum großen Teil innerhalb des engeren Wohnumfeldes ab. „Bei unserer Topographie wird die Elektromobilität eine große Hilfe sein“, so der Verwaltungschef. Ganz nebenbei sei anzumerken, dass die Fortbewegung ohne Pkw den zunehmend durch Bewegungsmangel verursachten Krankheiten entgegenwirken könne. Den Ausstellern der „Enser Messetage“ wünschte Hubert Wegener „viel Erfolg und dass sich Ihre Erwartungen erfüllen“.

Enser Messetage

Enser Messetage
Enser Messetage
Enser Messetage
Enser Messetage
Enser Messetage

Und für Initiativkreis-Chef Ralf Hettwer ähneln die „Enser Messe-tage“ einem „Familientreffen“, das in diesem Jahr schon zum elften Mal stattfinde, so seine Begrüßungsworte am Samstagmorgen in der Hubertushalle vor den geladenen Gästen aus Politik, Gesellschaft und Vereinen. Und wie eine Familie ständig wachse, so werde auch die „MeTa“ von Mal zu Mal größer. Deshalb freue er sich, auch einige neue Aussteller willkommen heißen zu dürfen.

Wobei schon bei der Gründung der „MeTa“ im Jahr 2005 deutlich geworden sei, dass diese Messe eine „Leistungsschau für jedermann“ sei. „Heute ist sie für viele Besucher und natürlich für die meisten der Aussteller fest etabliert im Terminkalender“. Ein Erfolg, der dem gesamten Arbeitskreis, vor allem aber Elke und Jörg Leuchtenberger, zu verdanken sei, die sich seit nun elf Jahren für diese „Enser Messetage“ mächtig „ins Zeug legten“. Und die damit dafür gesorgt hätten, dass die „MeTa“ nicht nur einen „besonders guten Ruf“ weit über die Grenzen der Gemeinde Ense besäßen, sondern „darüber hinaus mit einer konstant hohen Qualität“ zu überzeugen wüssten. Kompetente Fachleute präsentierten an den Ständen aktuelle, innovative Entwicklungen und Konzepte, wovon sich die Besucher dann ein Bild machen konnten. - det

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