1. SauerlandKurier
  2. HSK
  3. Ense

Am Möhnekraftwerk Himmelpforten wird seit einiger Zeit wieder Strom erzeugt

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Aufgefangenes Blatt- und Astwerk wird durch einen Baggerarm gehoben und durch einen offenen Kanal in die Möhne geleitet.

NIEDERENSE - Mit der Inbetriebnahme des neuen Einlaufbauwerks mit Rechenreinigung im Obergraben wird auf dem Gelände des Möhnekraftwerks Himmelpforten der Gebrüder Hennecke seit einigen Wochen wieder Strom erzeugt.

Die Bauarbeiten an dem neuen, mit modernster Technik ausgestatteten Teilabschnitt sind inzwischen so weit fortgeschritten, dass der Obergraben wieder geflutet und damit die Altanlagen ans Netz gehen konnten. Das wird aber nicht dauernd der Fall sein, weil in einigen Monaten der neue, wesentlich leistungsstärkere Generator in Betrieb genommen wird. Damit dieser Strom erzeugen kann, wurde die Errichtung eines neuen Einlaufbauwerkes notwendig. Das sorgt künftig dafür, dass in jeder Sekunde elf Kubikmeter Wasser durch eine Druckrohrleitung in das neue Turbinengebäude gelangen und darin eine hoch effizient arbeitende Turbine antreiben.

Ganz abgeschaltet werden die Altanlagen des Kraftwerks aber nicht. Wenn an durchschnittlich 40 bis 50 Tagen im Jahr die Wassermengen der Möhne nicht ausreichen, um die neue Anlage anzutreiben und diese dann still steht, werden die Altanlagen beim Niedrigwasser anspringen. Das wird auch der Fall sein, wenn die Möhne mehr Wasser führt als die neue Anlage benötigt. Die Verteilung der Wassermengen erfolgt dann ebenfalls vom neuen Einlaufbauwerk aus. Durch automatisches Öffnen und Schließen der eingebauten Schütztafeln werden die erforderlichen Wassermengen in die entsprechende Richtung geleitet.

ntegriert in das Verteilerbauwerk ist auch eine selbständig arbeitende Rechenreinigung. Weil nämlich mit dem Wasser im Obergraben auch Blatt- und Astwerk ankommen, die von einem Gitterbauwerk aufgefangen werden, ist an der Stelle eine dauernde Reinigung notwendig. Die erfolgt künftig nicht mehr manuell. Ein vollautomatisch arbeitender Baggerarm befördert das Blatt- und Astwerk in einen offenen Kanal, durch den es in die Möhne gelangt. Das ist ausdrücklich erwünscht, weil es im Flussbett als Sohlensubstrat eine Vertiefung verhindert und Fischen und Kleinlebewesen entgegen kommt. Obendrein entfallen die Kosten für die Entsorgung des Blatt- und Astwerkes. - hr

Auch interessant

Kommentare