Arbeiten beginnen im Januar

Möhnestraße bleibt weitere Monate gesperrt

Im Januar sollen die Arbeiten an der gesperrten Möhnestraße (K8) beginnen.
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Im Januar sollen die Arbeiten an der gesperrten Möhnestraße (K8) beginnen.

Kurzfristig will der Kreis Soest die notwendigen Arbeiten an der gesperrten Möhnestraße (K8) zwischen Niederense und Günne ausschreiben. Thomas Schäckel, Leiter der Abteilung Straßenwesen beim Kreis, rechnet damit, dass Anfang Januar die Spezialfirmen anrücken. Das bedeutet: Die Möhnestraße bleibt bis zum Abschluss der Arbeiten wegen Steinschlaggefahr weiter gesperrt – voraussichtlich bis Mai 2021.

Niederense/Günne - Ein geologisches Fachbüro die Kreisstraße hatte die Kreisstraße in Augenschein genommen. Demnach müssen im Bereich des Möhnekraftwerks Himmelpforten hochfeste Schutznetze – das sind Stahlnetze, die in der Felswand verankert werden – angebracht werden. Die betroffene Stelle ist zwischen 120 und 140 Meter lang. Allerdings stellte sich in einer weiteren Untersuchung heraus, dass die vorhandene Stützmauer nicht stabil genug ist, um die geplanten Schutzzäune zu tragen, die auf der Mauer errichtet werden sollten. Stattdessen sollen jetzt auch im Bereich der Mauer hochfeste Schutznetze verankert werden. Die Mauer, die Thomas Schäckel auf 50 oder 60 Jahre schätzt, bleibt in ihrer ursprünglichen Form bestehen.

Thomas Schäckel hat die Hoffnung auf einen milden Winter, sodass die Arbeiten nicht unterbrochen werden müssen.

Große Brocken ohne Halt

Die Untersuchungen des Fachbüros haben noch einmal bestätigt, wie akut die Sicherung des Hangs ist. „Die Firmen werden damit beginnen, die losen Steine abzunehmen“, erklärt Schäckel weiter, dabei handele es sich aber keinesfalls um kleine Steinchen, sondern um größere Brocken.

Seit Ende Februar ist die Kreisstraße 8 gesperrt. Auslöser war ein Zwischenfall, bei dem eine Autofahrerin über auf der Fahrbahn liegende größere Steine gefahren ist, die von der Böschung heruntergefallen waren. Für die Anwohner der Straße am Riesenberg in Niederense bedeutet die Sperrung weiter ein erhöhtes Verkehrsaufkommen – dort entlang führt die Umleitung. In Absprache mit dem Kreis hat die Gemeinde Ense Am Riesenberg Baken aufgestellt, um den Verkehr zu beruhigen. Erneut bleibe ihm nichts anderes übrig als die Bürger, um Geduld zu bitten, sagt Thomas Schäckel zerknirscht.

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