Zu ungenaue Erkenntnisse

Nach Schüssen auf Flüchtlings-Unterkunft Verfahren eingestellt

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Erst Hakenkreuz-Schmierereien, dann Schüsse: Die Bremer Unterkunft stand schon zweimal im Fokus von Ermitlungen.

Bremen - Für die Schüsse auf die Flüchtlings-Unterkunft in Bremen wird juristisch wohl niemand zur Rechenschaft gezogen. Die Staatsanwaltschaft Arnsberg nämlich hat das Verfahren eingestellt.

Das hat Oberstaatsanwalt Werner Wolff im Gespräch mit dem Anzeiger erklärt. Und wesentlicher Grund für diese Entscheidung: Nach den umfangreichen Ermittlungen des Staatsschutzes in Dortmund gibt es nicht nur keinen Hinweis auf mögliche Täter. Selbst der Tatzeitraum lasse sich nicht eingrenzen, so der für Presseangelegenheiten zuständige Oberstaatsanwalt. So könne man noch nicht einmal ausschließen, dass die Schüsse auf das Gebäude abgegeben worden seien, als dies noch gar nicht bewohnt war. Mithin käme sogar der November als Tatzeit in Frage. Angesichts derart ungenauer Erkenntnisse bleibe nichts übrig, als das Verfahren einzustellen.

Bekanntlich waren die Schüsse auf die Unterkunft „An der Windmühle“ Mitte Januar entdeckt worden. Doch schon damals konnte man zum Tathergang keine konkreten Aussagen machen, zumal niemand verletzt worden war. Selbst der Einsatz von Sprengstoff-Spürhunden brachte keine verwertbaren Ergebnisse.

Anfang der Woche dann vermeldete der Dortmunder Staatsschutz die Ermittlungen abgeschlossen und die Akten an die Arnsberger Staatsanwaltschaft weitergereicht zu haben. Und wie nach den Hakenkreuz-Schmierereien an der Unterkunft in Bremen, endete nun auch dieser Vorgang mit der Einstellung des Verfahrens. Und das, obwohl in beiden Fällen eine Belohnung zur Ergreifung der Täter ausgesetzt worden war.

Quelle: Soester Anzeiger

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