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Nachbarschaftsstreit vor Gericht: Hat Enser seinen nackten Hintern gezeigt?

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Von: Thomas Nitsche

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Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand auf dem Gerechtigkeitsbrunnen des Frankfurter Römerbergs.
Nachbarschaftsstreit vor Gericht: Hat Enser seinen nackten Hintern gezeigt? © Arne Dedert/dpa

Weil ein 35-jähriger Enser seinen Nachbarn sein entblößtes Gesäß gezeigt habe, sollte er dafür 1200 Euro Strafe bezahlen. Gegen diesen Strafbefehl legte er jedoch Einspruch ein und der Fall wurde jetzt im Werler Amtsgericht verhandelt.

Ense - Der Beschuldigte soll am 6. Juli des vergangenen Jahres gegen 13.50 Uhr in seiner Garagenzufahrt seinen nackten Hintern gezeigt haben – mit der bis zu den Knien heruntergelassenen Hose und in leicht gebückter Haltung. Dadurch fühlte sich der Nachbar laut Vorwurf „in seiner Ehre verletzt“ und er erstattete Anzeige.

Der Angeklagte erklärte, dass er zu dem Zeitpunkt nicht zuhause gewesen sei, weil er in Dortmund sein neues Auto abgeholt habe: „Ich bin um 11 Uhr losgefahren, war danach noch tanken und bin dann zu meiner Mutter nach Neheim gefahren. Ich war erst so gegen 14.30 bis 15 Uhr wieder in Ense.“

Nackter Hintern: Konflikte mit anderen Nachbarn

Er sagte, dass er mit seiner ehemaligen Freundin unterwegs gewesen sei, und berichtete von Streitigkeiten mit dem Nachbar, seitdem er dort eingezogen ist. „Auch alle anderen Nachbarn haben Konflikte mit ihm und ich habe dafür Zeugen mitgebracht. Der will mit mir nichts zu tun haben und er hat mir sogar Schläge angedroht.“

Nach kurzer Aussprache zwischen den Parteien wurde das Verfahren mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft gegen eine Zahlung von 600 Euro für die Ukraine-Hilfe eingestellt.

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