Neue Plakette an der Absturzstelle

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Franz Bauten und Gottfried Hennecke, Hans-Jochen Peters als Vorstandsmitglieder des Heimatvereins Niederense-Himmelpforten und Robert Peters gaben Hilfestellung, als Militärhistoriker Robert Owen (mitte) die neue Plakette an der Absturzstelle anbrachte. Mit dabei: Fred Risse und Werner Bühner vom Heimatbund Arnsberg sowie Wolfgang Brunnberg vom Gemeindebauhof, der den Ort regelmäßig instand hält. ▪

NIEDERENSE/SIEVERINGEN ▪ An der Grenze von Sieveringen zu Ostönnen erinnert nun eine Gedenktafel an die Absturzstelle des Lancaster-Bombers der „617 Squadron der Royal Air Force“. Der Eichenpfosten dafür war vom Vorsitzenden des Heimatvereins Niederense-Himmelpforten, Hans-Jochen Peters, und Sohn Robert im Vorhinein schon in entsprechender Größe gefertigt und aufgestellt worden.

Daher brauchte die Gedenktafel mit der Beschreibung des Absturzes beim Angriff auf die Möhnetalsperre in der Nacht zum 17. Mai 1943, die Militärhistoriker Robert Owen aus England bei seinem Besuch in Niederense (wie berichtet) im Gepäck hatte, nur noch befestigt zu werden. Die genauen Maße waren von Robert Owen schon vor Wochen per Mail bei Hans-Jochen Peters angekommen.

In englischer Sprache ist an der Absturzstelle jetzt dokumentiert, wie der Absturz des Bombers geschah. Die vorherige Plakette mit den Namen der Besatzungsmitglieder wird einen Platz im Niederenser Heimatmuseum finden. Von den Soldaten der 617. Squadron leben noch fünf Veteranen, einer in England, zwei in Kanada und zwei in Neuseeland.

Vor der Anbringung der Gedenktafel an der Absturzstelle hatten sich der britische Historiker und seine Begleiter höchst beeindruckt über die im Museum gezeigten Word- und Bilddokumentation zur Schreckensnacht 1943 geäußert. Sowohl Absturzort als auch die Gedenkstätte in Himmelpforten und das Heimatmuseum werden regelmäßig von Gruppen aus England aufgesucht. Es werden dort dann immer auch Kränze niedergelegt. ▪ hr

Die neue Tafel in englischer Sprache hat folgenden Wortlaut: „Pilot Leutnant Hopgood´s Flugzeug geriet auf dem Weg zum Angriffsziel unter Beschuss. Vier Crewmitglieder – darunter auch Hopgood – wurden dabei verletzt. Trotzdem setzten sie ihren Angriff fort und attackierten den Möhnedamm ein zweites Mal. Unglücklicherweise wurde dabei die ohnehin schon beschädigte Lancaster weitere Male von der Flugabwehr getroffen. Zu spät wurde bemerkt, dass Flammen aus dem Backbord- Flügel der AJ-M schossen. Die Bombe fiel dadurch geringfügig zu spät ab. Sie prallte über den Damm und beschädigte das Kraftwerk unterhalb. Hopgood versuchte verzweifelt, an Höhe zu gewinnen, um der Crew den Absprung zu ermöglichen. Aber nur Fraser, Burcher und Minchin schafften es, abzuspringen. Der Rest der Crew starb, als die Maschine an diesem Ort abstürzte. Minchin wurde stark verwundet und starb kurze Zeit später.“

Quelle: Soester Anzeiger

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