Neuer Innenanstrich für Waltringer Kapelle 

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Die Kapelle gleicht im Innern einer Baustelle. Abdeckungen sollen das Inventar schützen. Die komplette Einrüstung soll das Arbeiten bis unter die Decke ermöglichen.

Waltringen – Schaut man dieser Tagen in die Waltringer Marien-Kapelle, hat das Gotteshaus Baustellencharakter. 

Gerüste und einfoliertes Inventar, wohin man schaut. Was aber auch nötig ist. Denn die Maler sind da. Einschließlich der Decke bekommt die 1953 erbaute Kapelle nämlich einen neuen Innenanstrich.

„Altes erhalten, Neues gestalten“, so umreißen Pastor Carsten Scheunemann sowie der Kapellenvorstand die Arbeiten. Die Kapelle wird zwar in frischem Glanz erstrahlen, aber ihren eigenen Charakter soll sie behalten.

Ist der Maler derzeit noch mit Vorarbeiten wie schleifen, spachteln oder grundieren beschäftigt, wird bald die Auswahl der Farbe ein wichtiges Kriterium für den Fortgang der Renovierung sein. Einerseits ein Geschmackskriterium der Entscheidungsträger, andererseits müssen Erfordernisse des Handwerks beachtet werden.

Direkt unter der Decke des Kirchenschiffs beraten Mitglieder des Vorstands, Architektin Luzia Fleißig und die ausführenden Handwerker die zukünftige Farbgebung.


So erläutert Architektin Luzia Fleißig, dass die kreidehaltige Farbe früherer Zeiten ein schwieriger Untergrund für neue Anstriche ist. Dies alles bedürfe daher umfangreicher Beratungen zwischen Auftraggeber, Fachberater des Farbenherstellers und ausführender Malerfirma. Demnächst wird man eine Musterplatte in den Auswahlfarben streichen und zusätzlich überlegen, ob man kleine kontrastfarbene Akzente setzt. Auf der anderen Seite muss man Lichtverhältnisse und zukünftige Betrachtungsperspektiven in alle Überlegungen mit einbeziehen.

„Wir sind hier in einer außergewöhnlichen Perspektive“ so die Architektin, als sie mit dem Kapellenvorstand bei der Betrachtung der Decke – bedingt durch das Gerüst – direkt unter dem Gewölbe stehen kann. Die Gottesdienstbesucher werden dies demnächst alles aus schätzungsweise 15 Metern Abstand betrachten.

Der Sturz für die neue Glastür als Abtrennung für den Vorraum ist bereits verputzt. Im Chorraum wird die vorhandene Beleuchtung durch LED ersetzt.

Mitte April hatte der Kapellenvorstand mit dem Ausräumen und Umräumen für die Maler einiges an Eigenleistungen erbracht.

Den zeitlichen Rahmen für die Renovierung mag man seitens des Kapellenvorstands nicht festzurren. Allerdings äußern alle die Hoffnung, „dass der Weihnachtsbaum wieder einziehen kann“.

Quelle: Soester Anzeiger

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