Neuer Schwank der Theatergruppe Waltringen

Sorgen für jede Menge Spaß und turbulente Verwicklungen (von links): Olga (Annegret Brunnberg), Stanislava (Pia Schelte) und Monika (Annette Hauschulte).

WALTRINGEN ▪ Politisch korrekt versprach der Abend nicht zu werden: „Polnische Wirtschaft oder gute Lügen leben länger“, so der Titel des neuen Stücks der Theatergruppe Waltringen, das am Wochenende seine umjubelte Premiere feierte. Der Schwank aus der Feder Bernd Gombold sorgte für zwei Stunden unbeschwerte Unterhaltung.

Die zehn Laiendarsteller brauchten nicht lange, um ihr Publikum in ihren Bann zu ziehen. Nach monatelangem Proben, zunächst auf dem Theaterboden, dann auf der Bühne in der Waltringer Schützenhalle, zogen das Ensemble alle Register.

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Theater in der Waltringer Schützenhalle

Das Stück handelt vom Ehepaar Manfred (Klaus Hennemann) und Monika (Annette Hauschulte) Müller, die eine Autowerkstatt führen. Doch die Werkstatt schreibt rote Zahlen, zu allem Überfluss haben sie auch noch den Schwarzarbeiter Kasimir (Guido Stahlberg) beschäftigt, auch er kann den Müllers nicht wirklich aus der Misere helfen. Neben dem Schwarzarbeiterfahnder Heinrich Haargenau (Norbert Czech) erschwert auch noch der Untermieter der Müllers, Matthias (Jonas Pater), dem Ehepaar das Leben. Er lebt bei den Müllers nicht nur wie die Made im Speck, sondern treibt mit seinen wilden Erfindungen bald alle in den Wahnsinn. Postbotin Paula (Kathrin Stock) hat derweil nur Augen für Kasimir. Neben dem korrupten Bankdirektor (Berthold Gosling) macht auch die Bürgermeisterin (Antje Koerdt) dem Ehepaar Müller reichlich zu schaffen. Als dann auch noch die beiden Tanten von Kasimir, Stanislava (Pia Schelte) und Olga (Annegret Brunnberg) aus Polen auftauchen, ist das Chaos perfekt. Mit einer List schaffen es die Müllers aber doch, sich aus der Affäre zu ziehen.

Alle Rollen waren wie immer perfekt auf die Spieler abgepasst. Auch die Arbeit hinter den Kulissen war wieder bestens organisiert. Für die Frisuren war in diesem Jahr wieder Jutta Schulte Schnittker verantwortlich, die im Anschluss an die Premiere vom Vorsitzenden Heinz Brunnberg für 25-jährige Tätigkeit geehrt wurde. Um die perfekte Maske bei den Schauspielern kümmerte sich Resi Knaup. Die Regie für das Stück führte in diesem Jahr Bettina Schmöle, im Flüsterkasten saß Gisela Jochheim.

Eine perfekte Bühnengestaltung konnten die zahlreichen Zuschauer ebenfalls bewundern. Mit viel Liebe zum Detail wurde die Innenkulisse der Bühne gestaltet, sodass man sich wirklich wie in einer Autowerkstatt vorkam. Nun freuen sich die Laienschauspieler auf das kommende Wochenende, verbunden mit drei weiteren Aufführungen. Für die Vorstellung am Freitag um 20 Uhr sind noch Restkarten zu haben; die beiden anderen Vorstellungen sind restlos ausverkauft.

Quelle: Soester Anzeiger

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