1. SauerlandKurier
  2. HSK
  3. Ense

In Parsit soll neuer Wohnraum entstehen

Erstellt:

Von: Philip Maack

Kommentare

Noch sind hier nur Schutt und ein Bauzaun, bald aber soll in Parsit am Bannerweg ein Mehrfamilienhaus stehen. Dahinter liegt die Wiese, auf der Einfamilienhäuser entstehen sollen.
Noch sind hier nur Schutt und ein Bauzaun, bald aber soll in Parsit am Bannerweg ein Mehrfamilienhaus stehen. Dahinter liegt die Wiese, auf der Einfamilienhäuser entstehen sollen. © Maack

Bekommt Parsit neuen Wohnraum? Darüber muss nun die Politik entscheiden.

Parsit – Parsit bekommt neuen Wohnraum – zumindest, wenn es nach der Gemeinde-Verwaltung geht.

Die befürwortet nämlich gleich zwei Anträge, die dazu dem Ausschuss für Planung, Bau und Verkehr vorgelegt werden.

Rathaus empfiehlt die Zustimmung zum Bauvorhaben

Eine Bauherren-Gemeinschaft hat Ende Dezember des letzten Jahres den Bau eines Hauses auf dem Parsiter Bannerweg beantragt. Auf dem betroffenen Grundstück hat früher schon ein Haus gestanden.

Heute bedeckt ein großer Haufen Schutt die Fläche.

Doch wenn es nach der Gemeinschaft geht, hat das bald ein Ende. Ein zweigeschossiges Gebäude mit einem Staffelgeschoss soll an dieser Stelle entstehen.

Insgesamt sind darin acht Wohnungen geplant, mit einer Größe von 66 bis 101 Quadratmetern. Auch 19 Parkplätze sollen geschaffen werden.

Die Verwaltung misst diesem Vorhaben eine „besondere Bedeutung“ zu, weshalb sie den Antrag dem zuständigen Ausschuss in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 1. Februar, zur Abstimmung vorlegt.

Dabei spricht das Rathaus die Empfehlung aus, das Einverständnis der Gemeinde zu erteilen.

Formell erfüllen die Planungen schließlich alle Anforderungen. Der zweigeschossige Bau würde sich nahtlos in die schon stehenden Häuser einfügen.

Die gegenüberliegende Straßenseite falle unter einen anderen Bebauungsplan, der genau solch eine Bauweise vorschreibe.

Einfamilienhäuser auf einer noch leeren Wiese?

Direkt hinter dem geplanten Mehrfamilienhaus auf dem Bannerweg soll ein weiteres Bauprojekt verwirklicht werden. Hier hat der Grundstückseigentümer einen mündlichen Antrag gestellt.

Für die aktuell noch unbebaute Wiese möchte er einen Bebauungsplan für Wohnflächen erstellen lassen.

Dazu braucht es aber einen Grundsatzbeschluss des zuständigen Ausschusses. Auch darüber wird am 1. Februar diskutiert und dann abgestimmt.

Diesen Antrag unterstützt die Verwaltung ebenfalls. In Ense gebe es eine große Nachfrage für Baugebiete und -grundstücke, die für Wohnhäuser bestimmt sind.

„Mit der Ausweisung eines neuen Baugebiets könnte ein Teil der Nachfrage abgefangen werden“, heißt es im dazugehörigen Beschlussvorschlag.

Damit möchte die Gemeinde jüngeren Menschen die Möglichkeit geben, mit ihrer Familie im heimischen Ortsteil bleiben zu können.

Ohne die dafür nötigen Bauflächen würden diese sonst die Gemeinde Ense verlassen und ihr Eigenheim anderswo errichten.

Die Verwaltung hält Wohnhäuser auf der derzeit noch leeren Wiese auch deshalb für erstrebenswert, weil dadurch der Innenbereich von Parsit weiter verdichtet werden würde.

Für die Neubauten müsste keinerlei Außenfläche in Anspruch genommen werden.

Die Pläne sollen sich nicht in die Quere kommen

Anders als auf dem benachbarten Grundstück plant der Eigentümer hier allerdings keine Mehrfamilienhäuser. Stattdessen möchte er Einfamilienhäuser errichten lassen.

Zumindest sehen das die ersten Überlegungen vor. Erst nach dem Grundsatzbeschluss des Ausschusses würden die Pläne weiter konkretisiert werden. Dann wird auch klar, wie viele Häuser auf dem Grundstück Platz finden.

Folgt der Bau-Ausschuss dem Vorschlag der Gemeinde, erhält die Verwaltung unverzüglich den Auftrag, mit der Planung und Durchführung des Bebauungsplanverfahrens zu beginnen.

Trotz der räumlichen Nähe der beiden Projekte in Parsit geht das Rathaus derzeit nicht davon aus, dass sich die Arbeiten in die Quere kommen.

„Es wird keine zeitliche Kollision geben“, sagt Stefanie Müller, Fachbereichsleiterin Bauen und Gemeindeentwicklung.

Wenn die Arbeiten an den Einfamilienhäusern in Zukunft beginnen, sollte das Mehrfamilienhaus am Bannerweg bereits fertig sein.

Auch interessant

Kommentare