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Ortsteilrundgang im Kreis Soest: Zwischen Fluglärm und Autobahn

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Von: Tobias Hinne-Schneider

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Gesprochen wurde über den nicht ausreichenden Lärmschutz an der Autobahn 445 ...
Gesprochen wurde über den nicht ausreichenden Lärmschutz an der Autobahn 445 ... © Hinne-Schneider

Lärm ist den Waltringern ein Dorn im Auge – egal ob Flugzeug oder Auto. Das war eines der Themen, die die Bürger beim Ortsteilrundgang mit der Gemeindeverwaltung am Mittwochabend durch Vierhausen und Waltringen angesprochen haben. Mehr als 30 Bürger haben sich beteiligt – auch beim anschließenden Workshop in der Schützenhalle.

Vierhausen/Waltringen - Es ging um Digitalisierung und Mobilität, Nahversorgungsangebot und etliche Kleinigkeiten, die die Waltringer umtreiben. Die Ortsteilrundgänge und Workshops sind Teil des Gemeindeentwicklungskonzepts (GEK). Darin sollen Ideen für die Zukunft der Gemeinde zusammengefasst werden. Mit den Fragestellungen: Welche Themen sind in den nächsten Monaten aktuell? Und wie soll die Gemeinde in zehn bis 15 Jahren aussehen? Begleitet hat den Workshop Dr. Jürgen Schewe vom Beratungsunternehmen „MPS Impuls Projekt“, das sich auf Regional-, Stadt-, und Dorfentwicklung spezialisiert hat und das GEK gemeinsam mit der Gemeinde erarbeitet.

Ortsteilrundgang in Ense: Gemeinde stellt Anzeigegeräte auf

Bereits beim Rundgang ging es erneut um die Geschwindigkeit, mit der über die Wickeder Straße und den Waltringer Weg in das Dorf gefahren wird. Im Mai hatte Straßenbaulastträger Straßen NRW eine bauliche Veränderung abgelehnt, nachdem eine Geschwindigkeitsmessung ausgewertet worden war. Bürgermeister Rainer Busemann kündigte am Morgen danach eine schnelle Lösung an. „Wir werden zwei Geschwindigkeitsanzeigegeräte aufhängen. Am Ortseingang und in der Dorfmitte“, erklärte er.

Kritisch sehen die Bürger in Waltringen den Lärm, der von Flugzeugen ausgeht, die am Flugplatz Arnsberg/Menden starten. Die fliegen direkt über das Dorf, sagte ein Bürger. Er fügte hinzu: „Da gerät jedes Mal der Kaffee in der Tasse in Schwingung.“

... und über einen endenden Spazierweg an den Ruhrwiesen. In Waltringen wünscht man sich einen Rundweg um das Dorf.
... und über einen endenden Spazierweg an den Ruhrwiesen. In Waltringen wünscht man sich einen Rundweg um das Dorf. © Hinne-Schneider

Auch der Lärmschutz an der Autobahn 445 sei keinesfalls zeitgemäß. „Das ist eine bessere Bretterwand“, so einer der Anwesenden. Die Gemeindeverwaltung, Fachbereichsleiterin Stefanie Müller und die Rathaus-Mitarbeiter Emre Özer und Mats Blume führten durch die Veranstaltung, versprach Gespräche mit den jeweiligen Entscheidungsträgern. Gleiches gilt für einen Verkehrsspiegel an der Vierhauser Straße, durch den man kaum etwas sehen könne.

Bereits auf der Liste für das GEK steht, das bestätigte Bürgermeister Busemann, ein Spazierweg, den sich die Bürger rund um das Dorf wünschen. Für den fehle lediglich ein kleines Stück an der Ruhr. Der Weg soll durch die Felder entlang des Sportplatzes unter der Autobahn her bis ins Bremer Bachtal und zurück führen.

Ortsteilrundgang in Ense: Bürger denkt an autonome Busse

„Wir müssen die Mobilität erhöhen“, sagte ein Bürger. Neben den Schulbussen gebe es keine Busverbindung mehr. In der Zukunft müsse man über autonome Busse nachdenken, sagte er.

Dazu gehört auch der Ausbau der Radverbindungen – das wird man auch in Vierhausen so zu sehen. Im Arbeitskreis Radwege habe man bereits Vorschläge für die Routen zusammengestellt, sagte Mats Blume.

Ein Waltringer wünschte sich den Kiosk zurück oder eine Dorfladen-Alternative. Der sei „gut gelaufen“ und habe alles für den täglichen Bedarf gehabt, sagte er.

Auch über die Zufahrt für Baufahrzeuge in das neue Baugebiet nördlich der Straße Im Westenfeld wurde gesprochen sowie über Beleuchtung und Gullideckel an der Hauptstraße und Spielgeräte für die Kleinsten auf den drei Spielplätzen im Dorf.

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