Ortsumgehung: Ruhner gegen jede Trassenführung

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Etwa in Höhe des Schuppens (im Hintergrund) soll die im Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes eingezeichnete Ortsumgehung am „Bördeblick“ in Ruhne vorbeiführen, so Richard Meinert (links) und Hubertus Kehrenberg. Für beide ist das nicht hinnehmbar. Jetzt wird es mit dem angekündigten Widerstand gegen das im „vordringlichen Bedarf“ verankerte Vorhaben ernst.

Ruhne - Es wird ernst. Denn die Ruhner lassen im Widerstand gegen die im Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes 2016 bis 2030 vorgesehene Ortsumgehung der B 516 ihren Worten nun auch Taten folgen.

So werden sie am morgigen Freitagabend im Ruhner Dorfheim den Wortlaut jenes Einspruchs präsentieren, mit dem sie bis zum Stichtag am 2. Mai ihren Protest gegen die Trasse auch ganz offiziell zum Ausdruck bringen wollen. Von 20 bis 0 Uhr sowie am Sonntag, 24. April, von 10.30 bis 13.30 Uhr kann man sich dann per Unterschrift der Eingabe anschließen, wie Richard Meinert und Hubertus Kehrenberg im Gespräch mit dem Anzeiger ankündigten. Sie sind Mitglieder jener Arbeitsgruppe, die sich nach der Veröffentlichung der Pläne für eine Ortsumgehung im Anzeiger sowie einem ersten Informationsaustausch am 12. April im Ruhner Dorfheim gebildet hat, um die Interessen der Ruhner bzw. Gerlinger zu bündeln und zu vertreten. D

abei ist den beiden eines wichtig: Auch wenn man bis zuletzt noch an der exakten Formulierung der Eingabe arbeiten werde, so wird sie sich gegen jedwede Linienführung einer möglichen Umgehung aussprechen und nicht nur gegen jene Variante, die 50 Meter am „Bördeblick“ vorbeiführt und aktuell in den Veröffentlichungen des Bundesministeriums für Verkehr einzusehen ist.

Die beiden öffentlichen Termine im Ruhner Dorfheim heute und am kommenden Sonntag hält man dabei für „eine einfache gute Möglichkeit, sich per Unterschrift der Eingabe gegen die Ortsumgehung Bremen/Ruhne anzuschließen“, wie Richard Meinert und Hubertus Kehrenberg gestern gegenüber dem Anzeiger erläuterten.

Dabei sieht man auch der nächsten Bürgermeistersprechstunde mit Hubert Wegener am kommenden Montagabend im Ruhner Dorfheim mit Spannung entgegen. Dann nämlich besteht nach Bekanntwerden der Planungen zum ersten mal die Möglichkeit, sich mit dem Verwaltungschef über den Stand der Dinge auszutauschen. Wobei Bürgermeister Hubert Wegener sowie Enses Beigeordneter Andreas Fresen in den vergangenen Tagen mehrfach öffentlich die Position der Gemeinde Ense entweder in Ausschüssen oder im Anzeiger dargestellt hatten. Und danach erfolgte die vom Bundesverkehrsminister veröffentlichte Linienführung für eine Ortsumgehung nur 50 Meter am „Bördeblick“ vorbei ohne Wissen des Rathauses. ´

Zudem habe man in einer Stellungnahme diese Variante als nicht akzeptabel abgelehnt. Andererseits hält man an den alten Plänen für eine solche Trasse zur Anbindung des Höinger Industriegebietes an die B 516 fest, die jedoch rund 500 Meter um Ruhne herumführen, allerdings damit das bestehende Vogelschutzgebiet berühren würde. Wobei eines für die Verwaltung zurzeit ganz entscheidend ist: Momentan werde lediglich erst der Bedarf für eine Ortsumgehung Bremen/Ruhne ermittelt. Um eine Linienführung werde es erst in einem nächsten Schritt gehen.

Quelle: Soester Anzeiger

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