Parkplätze: Poststraße zweimal „sehr voll“

Kontrovers wird die Notwendigkeit an neuen Parkplätzen in der Poststraße diskutiert. Jetzt liegen Zahlen über die Nutzung vor.

NIEDERENSE -  Die 20 öffentlich zugänglichen Parkplätze in der Poststraße waren bei insgesamt 35 Zählungen in den zurückliegenden sieben Wochen nur zweimal komplett belegt. Das ist das Ergebnis einer Erfassung, die das Ordnungsamt der Gemeinde durchgeführt hat.

Dabei hatten die Verwaltungsmitarbeiter im Zeitraum vom 5. Juli bis zum 20. August die Parkplatz-Situation durchaus auch mehrfach am Tag und zu unterschiedlichen Zeiten in Augenschein genommen und waren damit einer Ankündigung von Bürgermeister Hubert Wegener nachgekommen. Denn angesichts der kontrovers geführten Diskussion um die Notwendigkeit von weiteren Stellflächen hatte der Verwaltungschef vorgeschlagen, vor einer weiteren Beschlussfassung für konkrete Daten zu sorgen. Und die liegen nun auf dem Tisch.

Danach waren die 20 Parkplätze in der Poststraße am 18. Juli um 15.30 Uhr komplett belegt, sei es zudem „sehr voll“ gewesen, wie eine Zusatz-Notiz festhält. Gleiches gilt für den 19. August. An allen übrigen Tagen schwankt die Belegung zwischen 18 Plätzen am 16. Juli um 15.45 Uhr und 17 Plätzen am 15. Juli um 11 Uhr bis hin zu vier Plätzen am 24. Juli um 7.25 Uhr und sechs Plätzen am 19. Juli um 7.50 Uhr sowie am 10. Juli um 14.20 Uhr. Bei insgesamt zwölf Erhebungen waren weniger als zehn der 20 Plätze belegt, bei zwölf Erhebungen waren mehr als 15 Plätze genutzt.

Welche Konsequenzen aus den Zahlen zu ziehen sind, vermochte Bürgermeister Hubert Wegener im Gespräch mit dem Anzeiger noch nicht zu sagen. Zunächst werde er das Material nun der Politik vorlegen, wo die Notwendigkeit nach weiteren Stellflächen unterschiedlich bewertet wird. Während der unabhängige Ratsherr Franz Freitag nicht müde wird, nach zusätzlichen Parkplätze für die Poststraße entweder im Bereich neben der Tankstelle oder auf der Wiese gegenüber dem Küchenstudio Leuchtenberger zu rufen, um einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung an dieser Stelle nicht im Wege zu stehen, hatte sich die SPD nach einem Ortstermin eher zurückhaltend gezeigt. Wobei Franz Freitag auch die nun ermittelten Zahlen für wenig aussagekräftig hält, wie er im Gespräch mit dem Anzeiger erklärte. Zum einen sei die Erfassung während der Ferien erfolgt, zum anderen in der Urlaubszeit der in der Poststraße angesiedelten Praxen. Das ergebe ein verzerrtes Bild, so der Ratsherr.

Wie Bürgermeister Hubert Wegener zudem mitteilte, habe ihn zwischenzeitlich auch das Schreiben eines Mediziners aus der Poststraße erreicht, der die Schaffung von zusätzlichen Parkplätze für zwingend erforderlich halte. - det

Quelle: Soester Anzeiger

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