Pauli investiert in Parsit rund 4 Millionen Euro

Die Vorbereitungen zum Abriss jenes Hallenteils, der demnächst einem Neubau weichen soll, laufen bereits, wie Franz-Bernd Pauli (rechts) und Ulrich Häken, Einkaufsleiter und Umweltmanager, bei einem Rundgang durch den Betrieb erläuterten.
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Die Vorbereitungen zum Abriss jenes Hallenteils, der demnächst einem Neubau weichen soll, laufen bereits, wie Franz-Bernd Pauli (rechts) und Ulrich Häken, Einkaufsleiter und Umweltmanager, bei einem Rundgang durch den Betrieb erläuterten.

Parsit - Mit der bislang größten Investition in der Firmengeschichte will das Unternehmen Pauli Stanz- und Umformtechnik seine Produktionstechnologie ausweiten, neue Märkte entwickeln, die Innovationskraft erhöhen und die rund 150 Arbeitsplätze sichern.

Dabei geht es um die Anschaffung einer 800 Tonnen-Servo-Transferpresse, einer MAG-Roboter-Schweißtechnologie sowie daraus resultierend um die Erweiterung einer vorhandenen Halle. Alles in allem werde man hierfür circa 4 Millionen Euro in die Hand nehmen, wie Franz-Bernd Pauli in einem Informationsgespräch mit dem neuen Technik-Chef des Unternehmens, Ralf Goos, und Ulrich Häken, Einkaufsleiter und Umweltmanager des Unternehmens, erläuterte. Wobei die Zeit durchaus drängt.

Denn am liebsten würde das Unternehmen schon im Juli mit dem Abriss des demnächst nicht mehr benötigten Hallenteils beginnen und darauf folgend mit dem Neubau starten, da die neuen Maschinen schon zu Beginn des nächsten Jahres in Betrieb genommen werden sollen. Aus diesem Grund soll sich auch der Gemeinderat am kommenden Dienstag, 23. Juni, mit dem Bauantrag befassen.

Wobei Firmenchef Franz-Bernd Pauli die Maßnahme in dem Gespräch mit dem Anzeiger am Freitagmorgen ausführlich schilderte. Danach hätten die Vertriebsaktivitäten zur Stärkung des Standortes in Parsit zu neuen Aufträgen geführt, die nun wiederum eine Erweiterung der Produktionskapazitäten bedingten. So habe man einige namhafte Firmen als Neukunden gewinnen können, von einem Bestandskunden habe man Aufträge für eine neue Produktfamilie bekommen, die für eine längerfristige Auslastung sorgten. Und eben für diesen Auftrag investiere man in den neuen, hochmodernen Stanzautomaten mit einer Gesamtlänge von 23 Metern und einer Höhe von 8,50 Metern. Dieser bedinge aber wiederum bauartbedingt die höhenmäßige Anpassung einer vorhandenen Halle.

Dass ein Stanz- und Umformtechnik-Betrieb Lärmemissionen aussende, liege in der Natur der Sache, beleuchtet Franz-Bernd Pauli auch einen weiteren Aspekt der Investition. „Wir nehmen daher Bedenken dieser Art sehr ernst und haben jetzt die Möglichkeit, bei den baulichen Veränderungen den heutigen Stand der Technik zum Schallschutz anzuwenden“, so der Firmenchef. Daher werde man ein bestehendes Hallenteil abbauen und an gleicher Stelle ein um drei Meter höheres Hallenteil errichten müssen. „Wir investieren aber gezielt in den Schallemissionsschutz, so Franz-Bernd Pauli. So sei die bisherige Hallenwand eine normale Sandwichwand in der Stärke von 60 Millimetern gewesen. Die neue Hallenverkleidung werde mit dem Spezialbaustoff ISO-Rock 100 gebaut, ein zweischaliges Material mit einer Dämmfüllung in einer Stärke von 100 Millimetern. Die Halle bekomme zudem zusätzlich ein Akustikdach mit lärmdämmender Isolierung und ein hochmodernes ebenso lärmminderndes Schnellauf-Rolltor. „Zudem haben wir einige organisatorische Maßnahmen auf den Weg gebracht und sind hier noch mit dem Betriebsrat unseres Unternehmens im Gespräch“, ergänzt der Firmenchef.

Das bisherige Schichtmodell ist zweischichtig von 6 Uhr morgens bis um 1 Uhr nachts von Montags bis Donnerstag. Künftig strebt man an, ebenfalls zweischichtig von 6 Uhr morgens bis um 22 Uhr abends zu arbeiten, dann aber von montags bis freitags. In Spitzenzeiten werde man, wie bisher auch, eine dritte Schicht einsetzen.

Im Rahmen der Baubeantragung wird Pauli auch ein Schallschutzgutachten erstellen lassen. Die ersten Vorab-Messungen und Analysen hätten aber die Firmen-Erwartungen wiedergegeben, dass man nach diesen Baumaßnahmen „leiser“ sein werden als heute.

Am Standort der Firma Pauli in Parsit arbeiten derzeit 150 Beschäftigte, darunter fünf Auszubildende, so Franz-Bernd Pauli.

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