Penny-Überfall in Bremen

Prozess gegen vier Angeklagte startet im August

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Vor über einen Jahr geschah der Überfall auf die Penny-Filiale in Bremen, der nun vor dem Landgericht Arnsberg verhandelt wird.

Bremen/Arnsberg - Kommenden Monat beginnt der Prozess gegen eine vierköpfige Bande, der unter anderem der Überfall auf die Penny-Filiale in Bremen angelastet wird.

Die Täter kamen kurz vor Ladenschluss: Am 26. Juni 2014 um 21.55 Uhr überfielen zwei Männer den Penny-Markt in Bremen, zwangen die Mitarbeiter den Tresor zu öffnen und erbeuteten so die Tageseinnahmen. Inzwischen ist der Überfall aufgeklärt, am 21. August beginnt die Verhandlung in erster Instanz vor dem Landgericht Arnsberg.

Vor der Jugendkammer werden insgesamt vier Angeklagte beschuldigt, über einen Zeitraum von mehreren Monaten als Bande diverse Discounter-Filialen überfallen zu haben. Sieben Fälle von schwerer räuberischer Erpressung, ein Fall von schwerem Raub werden ihnen zur Last gelegt. Durch die Überfälle habe man sich eine dauerhafte Einnahmequelle verschaffen wollen, heißt es in der Anklageschrift weiter.

In allen Fällen wurden die Angestellten der jeweiligen Discounter aufgefordert, die Tresore zu öffnen, den Tätern das Bargeld auszuhändigen. Anschließend wurden die Opfer in mehreren Fällen gefesselt.

So auch beim Überfall in Bremen. Die Täter hielten der 30-jährigen Filialleiterin und einem 23-jährigen Mitarbeiter zunächst Schusswaffen vor, verlangten die Öffnung des Tresors. Da der Mitarbeiter sich anfangs noch weigerte, sei er von einem Täter ins Gesicht geschlagen worden, hieß es seinerzeit im Polizeibericht. Derart bedroht öffnete der 23-Jährige den Tresor, die Täter entkamen mit den Tageseinnahmen. Zurück blieben die mit Kabelbindern gefesselten Angestellten.

Den Angeklagten sowie einem weiteren, gesondert verfolgten Mittäter, wurde letztendlich eine Unachtsamkeit während eines Überfalls im Landkreis Gießen zum Verhängnis. Bei diesem war einer der Täter nicht maskiert, wurde von der Überwachungskamera gefilmt. Rund zwei Wochen später konnte er anhand dieser Aufnahmen identifiziert werden. Kurz darauf wurde das Quartett am Rastplatz „Haarstrang Nord“ auf der A44 festgenommen.

Gestanden hatten zwei der Angeklagten im Zuge der Ermittlungen auch den Überfall auf die Edeka-Filiale in Niederense im September des Vorjahres. Dieser Fall ist in der Mitteilung des Landgerichtes jedoch nicht aufgeführt. Zu den Gründen hierfür will sich die Arnsberger Staatsanwaltschaft in der kommenden Woche äußern.

Für die jetzige Verhandlung sind insgesamt zwei Verhandlungstage angesetzt worden.

Quelle: Soester Anzeiger

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