Nach Bürgerversammlungen

Wegenetzkonzept steht: Jetzt arbeitet die Gemeinde an der konkreten Umsetzung

Für den Weg von Bremen nach Lüttringen gilt eine kurzfristige Handlungsempfehlung.
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Für den Weg von Bremen nach Lüttringen gilt eine kurzfristige Handlungsempfehlung.

In Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Bockermann Fritze IngenieurConsult GmbH hat die Gemeinde Ense ein ländliches Wegenetzkonzept aufgestellt. Die erstellten Pläne beinhalten eine Bestandserfassung, ein Soll-Konzept, Handlungsempfehlungen und eine Priorisierung für die Wirtschaftswege im Außenbereich der Gemeinde.

Bremen - „Jetzt haben wir einen IstZustand und wissen, um welche Wege wir uns wann kümmern müssen“, sagt Andreas Fresen, Beigeordneter der Gemeinde.

Die Durchführung des Projekts erfolgte mit Zuschüssen aus dem NRW-Förderprogramm „Ländlicher Raum 2014 bis 2020“. Die Pläne müssen aufgrund von Förderbestimmungen der Bezirksregierung Arnsberg zur Genehmigung vorgelegt werden, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde.

In den Handlungsempfehlungen ist beispielsweise eine kurzfristige Deckenerneuerung der sogenannten Schafstrift zwischen Niederense und Oberense aufgeführt, erklärt Uwe Schürmer vom zuständigen Fachbereich bei der Gemeinde. Außerdem sollen zeitnah auch der Haarweg, der von Niederense kommend in den Höinger Industriepark führt, sowie die Verbindungsstraße zwischen Bremen und Höingen bearbeitet werden. Auch der Wirtschaftsweg, den die Gemeinde zur Erschließung des Baugebiets Höinger Heide IV benutzt, soll anschließend wieder hergerichtet werden. „Der Weg war schon vorher kaputt“, erklärt Schürmer. So könne man gegenwärtig die Anwohner der Hülshoff-Straße entlasten. Später soll der Baustellenverkehr dortlang rollen.

Wegenetzkonzept wird in der nächsten Ausschussitzung vorgestellt

In der nächsten Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses wird das aufgestellte Wegenetzkonzept durch das Planungsbüro vorgestellt werden. Das Wirtschaftswegekonzept soll künftig eine Grundlage bilden für die Entscheidungsfindung von Maßnahmen, die Wirtschaftswege und außerörtliche Gemeindestraßen betreffen. Derzeit arbeitet das Planungsbüro ein ähnliches Konzept für die innerörtlichen Straßen der Gemeinde aus, erklärt Schürmer weiter. Auf dieser Grundlage wird zu Beginn 2021 ein Wegebauprogramm für fünf Jahre aufgestellt, das konkrete Bau- und Sanierungsmaßnahmen für Gemeindestraßen beinhaltet. Dieses Programm soll in der Lokalpolitik beraten, beschlossen und mindestens alle zwei Jahre fortgeschrieben werden. Mit dem Konzept kann die Gemeinde Förderanträge für den Ausbau und die Sanierung von Straßen bei der Bezirksregierung stellen und so den eigenen Haushalt ein Stück weit entlasten.

Der Wirtschaftsweg wird derzeit zur Erschließung des Baugebiets Höinger Heide IV genutzt, anschließend soll er hergerichtet werden.

Für die Gemeinde beginnt die Arbeit am Wegenetzkonzept jetzt erst so richtig. „Wir gehen jetzt ins Detail, gucken uns alle Straßen und Wege an, die eine kurzfristige Handlungsempfehlung haben und entscheiden dann, welche Maßnahmen getroffen werden müssen. Das geht aus dem Konzept des Planungsbüros nämlich nicht hervor“, sagt Uwe Schürmer.

In Waltringen, Bremen und Höingen hatten sich zuletzt Bürger zusammengefunden, die Wünsche für das Konzept der Gemeinde geäußert haben. Der Abschlussbericht beinhaltet auch sämtliche eingegangenen Anregungen und Bemerkungen aus der Öffentlichkeitsbeteiligung mit der entsprechenden Abwägung des Planungsbüros und der Gemeinde, heißt es in der Mitteilung der Verwaltung.

Pläne und Bericht

Die Pläne können auf der Internetseite der Gemeinde unter „Bauen und Wohnen“ eingesehen werden. Ein umfangreicher Abschlussbericht kann nach Absprache unter 02938/980-164/-168 im Rathaus eingesehen werden.

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