Politik einstimmig für neues Konzept im „Lindenhof“

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Als Treffpunkt für offene Jugenarbeit und als Standort für die Flüchtlings-Initiative soll der „Lindenhof“ dienen.

Bremen - Die Nutzung des ehemaligen „Lindenhofs“ in Niederense als Treffpunkt für offene Jugenarbeit, als Standort für die Initiative „Flüchtlinge werden Nachbarn in Ense“ sowie anderer sozialer Organisationen wird in der Politik begrüßt.

Einstimmig nämlich hat der Sozialausschuss am Dienstagabend die Verwaltung beauftragt, das Konzept zu konkretisieren und für die Umsetzung einen „Leader“-Förderantrag zu stellen.

„Dem kann man viel abgewinnen“, so SPD-Ausschusschefin Dagmar Dülberg, die sich zudem überzeugt zeigte, dass das Vorhaben „uns weiter bringt“, die Nutzungs-Absicht für den einstigen Gaststätten „gut“ sei. Dass die Verwirklichung finanziell möglicherweise über ein „Leader“-Projekt vonstatten geht, nannte die Genossen „elegant“. Und auch die Christdemokraten zeigten sich angetan. „Die CDU steht dahinter“, so deren Ratsherr Hans-Georg Knaup. Wobei er anregte darüber nachzudenken, auch anderen Gruppen die Nutzung der Räumlichkeiten „gegen einen Obolus“ zu ermöglichen. Ein Hinweis, den Verwaltungsarbeiter Dennis Schröder zwar gerne aufgriff, aber auch deutlich machte, mit der Nutzung des „Lindenhofs“ in der angedachten Form Gaststätten keine Konkurrenz machen zu wollen.

Bekanntlich hatte sich eine Arbeitsgruppe, bestehend aus dem Verein „Flüchtlinge werden Nachbarn in Ense“ und der Verwaltung gebildet,um ein Nutzungskonzept für die ehemalige Gaststätte zu erarbeiten, nachdem feststand, dass sie nicht mehr als Notunterkunft für die Flüchtlings-Unterbringung benötigt wird. Und vorgesehen ist nun, die Räumlichkeiten zukünftig für die offene Jugendarbeit, die Flüchtlingsarbeit und andere soziale Organisationen zur Verfügung zu stellen. Beispielhaft könnten folgende Veranstaltungen in den Räumlichkeiten stattfinden: Meldetermine, Sprechstunde der (Jugend-)Sozialarbeiter, Offener Treff der Jugendarbeit, Familienangebote, Internetcafé, Computerkurse, diverse Fortbildungsveranstaltungen, Sprachkurse, Integrationskurse, der „Interkulturelle Treff“, sowie das Projekt „Frauen von Welt“.

Insgesamt besteht die ehemalige Gaststätte aus drei Räumen mit insgesamt ca. 336 Quadratmetern. Der vordere Raum würde als Aufenthaltsraum ausgestaltet, der ehemalige Saal als Raum für größere Veranstaltungen (Sprachkurse) und der hintere Raum als Büro. Im angrenzenden Lager könnte die Fahrradwerkstatt, die sich aktuell im Keller des ehemaligen Edeka an der Grabenstraße befindet, untergebracht werden.

Die Kosten der Maßnahme werden überschlägig mit 50 000 Euro angegeben, wobei der größte Teil auf die Elektrik (ca. 19 000 Euro) und Sanitär/Heizung entfalle. Mit dem „Leader“-Manager wurde die Angelegenheit bereits besprochen. Es wurde signalisiert, dass diese Maßnahme durch das „Leader“-Programm gefördert werden könnte. Sofern die Gemeinde Antragsteller ist, beläuft sich der Zuschuss auf 60 Prozent. Der Eigenanteil der Gemeinde Ense würde sich somit auf ca. 10 000 Euro (abzüglich des durch Eigenleistung zu erbringenden Anteils) verringern.

Quelle: Soester Anzeiger

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