Politik in Ense fehlt Finanzplan für Heimathaus-Umbau in Bremen 

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Eine erste Idee: So kann sich der Heimathaus den Aufgang in ein ausgebauten Dachgeschoss vorstellen.

Bremen – Das Lob war groß. In Euro und Cent aber hat es sich im Schul- und Kulturausschuss am Dienstagabend nicht ausgedrückt. Eine Entscheidung nämlich darüber, ob die Gemeinde für die Umsetzung notwendiger Baumaßnahmen am Heimathaus in Bremen einen Zuschuss in Höhe von maximal 53.000 Euro gewähren wird, hat man nicht getroffen.

Das soll erst dem Rat in seiner Dezember-Sitzung vorbehalten bleiben. Und Grund für die Zurückhaltung in der Politik: Zwar hatte der Heimatverein Bremen die Sitzung genutzt, um sein neues inhaltliches Konzept vorzustellen. Einen konkreten Plan jedoch, wie die Umbauarbeitern in Höhe von 265 000 Euro finanziert werden sollen, hatte man nicht parat. Wohl geht man von Zuwendungen durch die Stiftung NRWund das Ministerium für Heimat NRW aus. Gespräche, wie hoch die Zuschüsse ausfallen, müssen erst noch geführt werden. Und so sprach man von „tollen Ideen“, Geld gab’s nicht.

Inhaltlich, so heißt es im neuen Leitbild des Heimatvereins, fühle man sich einer „traditionsbewussten und zukunftsgerichteten Heimatpflege verpflichtet.“ Ziel sei es , „das ‘Zubewahrende’ zu achten und die Gegenwart im Blick zu behalten.“ Durch die Vernetzung aller Felder des Zusammenlebens in Bildung, Kultur, Wirtschaft und Umwelt wolle man dieses Ziel erreichen. Man arbeite an einem „agilen Archiv“, das nicht nur sammele, sondern auch historische Dokumente präsentiere und vermittle. Dies biete einen offenen Rahmen, der zur „Mitgestaltung von interessierten Personen, gesellschaftlichen Gruppen und regionalen Unternehmen“ einlade.

Konkret nennt man diese Form der Zusammenarbeit „Enser Trialog“. Beteiligt daran sind der Heimatverein mit der Übernahme von Regelaufgaben, Vereine wie Imker oder Jäger oder Künstler für die Durchführung von Projekten und Aktivitäten sowie Bürger, Schüler und junge Erwachsene, die einzubinden seien.

Aktuell beläuft sich der Bestand im Archiv auf 50.000 Dateien, im Wesentlichen sind es 37.090 Bilder.

Zurzeit nutzt der Heimatverein seit vielen Jahren das Obergeschoss im Heimathaus. Durch die immer schneller voranschreitenden gesellschaftlichen Entwicklung, die sowohl das Aufgabenspektrum des Heimatvereins als auch die damit verbundene Nutzung des Heimathauses verändern, möchte man sich auch räumlich neu aufstellen Das führt zu Baumaßnahmen am Heimathaus in Höhe von auf 265.000 Euro. Darin enthalten sind neben einer energetischen Sanierung auch ein Dachgeschoss-Ausbau und ein behindertengerechter Aufgang.

Die Verwaltung hat vorgeschlagen, einen Zuschuss von maximal 53.000 Euro beizusteuern. Sollte der Rat nun im Dezember zustimmen, wurde man das Geld für 2021 in den Haushalt einstellen.

Quelle: Soester Anzeiger

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