Politik will 199,5 Meter hohes Windrad in Ense-Bittingen

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Das Wort hat jetzt der Bürger: Denn die Pläne für die Errichtung des 199,5 Meter hohen Windrads nordöstlich von Bittingen, an der Grenze zur Gemeinde Hewingsen, liegen bis zum 10. Mai im Rathaus aus.

Bremen/Bittingen – Die Politik hat einstimmig „grünes Licht“ signalisiert. Jetzt sind die Bürger am Zug. Denn noch bis zum 10. Mai besteht für sie die Möglichkeit, die Entwürfe für das Repowering von Windkraftanlagen im Bereich Bittingen in Augenschein zu nehmen.

Und während dieser Auslegungsfrist können Stellungnahmen schriftlich oder mündlich zur Niederschrift im Rathaus, Zimmer 310, abgegeben werden.

Und das ist wichtig insofern, da nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung unberücksichtigt bleiben, sofern die Gemeinde deren Inhalt nicht kannte und nicht hätte kennen müssen und deren Inhalt für die Rechtmäßigkeit der Bauleitpläne nicht von Bedeutung ist. Durch die Bauleitplanungen soll das Baurecht für die Errichtung einer Windkraftanlage mit einer Gesamthöhe von 199,5 Metern nordöstlich von Bittingen geschaffen werden. In diesem Zuge sollen dann vier Altanlagen – und zwar zwei nordöstlich von Bittingen und zwei südlich der B 516 – abgebaut werden. 

Dabei sah die ursprüngliche Planung ein wenig anders aus. Denn beim Repowering von Windkraftanlagen auf einer Sonderbaufläche nördlich von Bittingen wurden nach langem Hin und Her und Protesten von Anwohnern im September des vergangenen Jahres die Karten neu gemischt.

 So taten sich jene beiden Investoren, die bislang jeweils ein Rad in der Sonderbaufläche errichten wollten, zusammen und stellten gemeinsam einen Antrag auf Errichtung eines neuen Windrads. Entstehen soll die Anlage an der Grenze zur Gemeinde Hewingsen, in unmittelbarer Nähe zu jenem Standort, an dem bisher die größere der beiden vorgesehenen Räder geplant war. Abgebaut werden sollen dafür zwei Windräder oberhalb von Bittingen und zwei Anlagen südlich der B 516. Bis dahin war vorgesehen, nordöstlich von Bittingen in der Sonderbaufläche ein Rad mit einer Höhe von 120 Metern und einem Rotordurchmesser von 71 Metern sowie eine zweite „Mühle“ mit einer Höhe von 186 Metern bei einem Rotordurchmesser von 92 Metern entstehen zu lassen.

Gleichzeitig mussten die Investoren sich verpflichten, bei Inbetriebnahme der neuen Anlagen umgehend und zwingend vier Altanlagen, zwei östlich von Bittingen mit Höhen von jeweils 70,5 Metern und zwei südlich der B 516 mit Höhen von jeweils 62 Metern, abzubauen. Nach dem die Anwohner in Bittingen sich vehement gegen die alten Planungen gewehrt hatten, zwar Gehör fanden, ohne dass ihre Argumente allerdings die Politik überzeugten, von dem geplanten Repowering Abstand zu nehmen, ist seit es seit Bekanntwerden der neuen Planungen im September 2018 dahingehend ruhig geworden.

Quelle: Soester Anzeiger

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