Rektorin plädiert für Fußweg zwischen Schule und Baugebiet

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Unterstützt wird CDU-Ratsherr Josef Risse mit seiner Idee für einen Fußweg vom unabhängigen Ratsherrn Franz Freitag.

Niederense -  „Ich appelliere an die politischen Instanzen, hier gemeinsam mit den Anwohnern im Interesse der Grundschüler eine einvernehmliche Lösung zu finden.“

Mit diesen Worten nimmt Stefanie Neumann, ihres Zeichen Leiterin der Bernhardusschule in Niederense, Stellung zu einem möglichen Fußweg vom Baugebiet „Alter Kamp“ zur Grundschule. Und damit gibt sie der von CDU-Ratsmitglied Josef Risse angestoßenen Diskussion um ein solches Vorhaben eine neue Wendung. Denn wie mittlerweile im öffentlich nachzulesenden Protokoll der jüngsten Planungs- und Umweltausschusssitzung festgehalten, hatte SPD-Ratsherr Willi Lakenbrink erklärt, ein solcher Weg sei „allseits nicht gewünscht“, wobei er sich nach eigener Aussage sowohl auf Gespräche mit Nachbarn als auch mit der Niederenser Schulleitung bezog. Indes: Rektorin Stefanie Neumann erklärte gestern im Anzeiger, sich „zu keinem Zeitpunkt öffentlich in irgendeiner Weise über die Problematik geäußert“ zu haben. Und: Sie plädiert sogar für einen solchen Weg.

So heißt es in einer Stellungnahme für den Anzeiger, dass sie „einen zusätzlichen Fußgängerweg unter Ausgrenzung von motorisierten Fahrzeugen direkt vom Baugebiet ‘Alter Kamp’ und dem Gelände der Bernhardusschule (...) aus meiner Sicht als Schulleiterin hauptsächlich im Interesse der Sicherheit der dort wohnenden Schulkinder begrüßen“ würde, da auf diese Weise der Weg über die besonders morgens zu Schulbeginn stark frequentierte Bahnhofstraße vermieden würde.

Und genau das hatte CDU-Ratsherr Josef Risse als Grund für einen solchen Weg angeführt, von dem wiederum Bürgermeister Hubert Wegener und SPD-Ausschuss-Chef Horst Brauckmann erklärt hatten, dass er nicht geplant sei. Man wolle „unkontrollierten Verkehr“ auf dem Schulgelände vermeiden, hieß es zur Erklärung.

Rückendeckung erhielt Josef Risse gestern zudem vom unabhängigen Ratsherrn Franz Freitag, der dem CDU-Politiker seine „Unterstützung“ in der Sache zusicherte. CDU-Fraktionschef Heinrich erklärte, dass man die neueste Entwicklung mit in die Fraktionsberatungen nehmen werde. „Der Vorgang ist noch nicht abgeschlossen“, so der Politiker gestern gegenüber dem Anzeiger.

Und auch Enses Beigeordneter Andreas Fresen kündigte im Gespräch mit dieser Zeitung an an, das Thema mit in den nächsten Verwaltungsvorstand zu nehmen.

Quelle: Soester Anzeiger

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