Repowering zum Greifen nahe

BREMEN -  Die Erleichterung war spürbar. „Wir sind endlich so weit, dass wir einen Beschluss fassen können“, machte die Verwaltung deutlich, wie nahe man dem lang verfolgten Ziel eines Repowerings der Windkraftanlagen im Bereich Waltringen/Ruhne mittlerweile gekommen ist. Und die Politik ergriff die Chance beim Schopf.

Und so folgte der Planungs- und Umweltausschuss einstimmig der erforderlichen Änderung des Flächennutzungsplanes für die „Windvorrangfläche Ruhne/Waltringen“ und segnete den Feststellungsbeschluss ab.

Zwar habe es im Beteiligungsverfahren nach wie vor Bedenken vor allem im Bereich des Vogel- und Artenschutzes gegeben. Die jedoch seien nicht mehr „ganz so gravierend“ und durchaus im weiteren Verfahren ausräumbar, so die Verwaltung in Richtung Politik.

Wichtig allerdings auch: Die vor allem von den Anwohnern aus Ruhne und Waltringen in einer Bürgerversammlung im Sommer artikulierten Sorgen bezüglich der möglichen Geräuschbelastung und des Schattenwurfs sollen in den nun noch mit den Betreibern abzuschließenden Durchführungsverträgen beseitigt werden. Es sei zugesichert worden, dass „modernste Technik“ zum Einsatz komme, so die Verwaltung auf eine entsprechende Anfrage von FDP-Ratsherr Christian Brunnberg.

Und so scheint nun tatsächlich klar, dass der Austausch von zurzeit sieben 85 Meter hohen Windräden zugunsten von drei neuen, 150 Meter hohen „Mühlen“ im Enser Westen nichts mehr im Wege steht. Denn bekanntlich hält die Gemeinde nun auch die so wichtige Zustimmung der Luftaufsichtsbehörde Münster und der Flughafen-Betreiber aus Echthausen in Händen.

Bemerkenswert: Unabhängig vom laufenden Verfahren sucht die Politik das Gespräch mit der ABU, die immer wieder Bedenken gegen das Repowering geltend gemacht hat. Es sei doch sicher interessant zu erfahren, wie man generell bei der ABU denke. In vielen Punkten jedenfalls habe man mit der Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz zu tun, weshalb man einen Vertreter einmal in den Ausschuss einladen sollte, um sich auszutauschen, begründete CDU-Ratsherrr Thomas Stock seinen Vorstoß. Und spontan erhielt er dafür Unterstützung sowohl von der SPD als auch von den Grünen. „Das ist eine gute Idee“, so Grünen-Ratsherr Olaf Teuber.

Christian Brunnberg (FDP) wiederum erinnerte daran, dass man gerade dem Vogelschutz in dem Repowering-Verfahren einen sehr breiten Raum gewährt habe.

Quelle: Soester Anzeiger

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