Repowering soll Belastungen vermindern

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Gut besucht war die Bürgerversammlung zum Repowering im Sportheim in Oberense.

OBERENSE -   Das Ziel ist klar definiert: Mit dem geplanten Repowering der Windkraftanlagen im Bereich Ober-ense/Bittingen sollen die ohnehin schon bestehenden Belastungen durch Schattenwurf und Lärm für die Anwohner vermindert werden.

Das jedenfalls hat die Verwaltung in einer Bürgerinformation am Dienstagabend im Oberenser Sportheim versprochen. Dabei geht es in dem ganz konkreten Fall um den Abbau von insgesamt sechs Windrädern. Sie weisen Gesamthöhen von dreimal 85 Meter, einmal 70,5 Meter und zweimal 54,5 Meter auf, die durch drei leistungsstärkere, jedoch 150 Meter hohe „Windmühlen“ innerhalb der bestehenden Konzentrationsfläche ersetzt werden sollen. Drei der Altanlagen befinden sich im Kreuzungsbereich der K 9/ B 516, wo dann auch eine neue entsteht, drei weitere parallel zur L 745 und östlich in Richtung Volbringen, die wiederum durch zwei neue ersetzt werden sollen. Wobei für die Verwaltung auch klar ist: Gerne würde man im Enser Osten weitere der insgesamt 27 Windkraftanlagen „repowern“ und südlich der B 516 alle Anlagen demontieren. Dafür allerdings, so Hubert Wegener am Dienstagabend, müsse man möglichst alle Investoren für die Erstellung eines Gesamtkonzeptes an den Tisch bekommen. Die Verwaltung jedenfalls sei derzeit auf der Suche nach zusätzlichen Potenzialflächen im Gemeindegebiet, um Standorte für die dann 150 Meter hohen Räder ausweisen zu können.

Dabei machte Bürgermeister Hubert Wegener am Dienstagabend zudem deutlich, dass man zum gegenwärtigen Zeitpunkt erst am Anfang des aktuellen Repowering-Verfahrens im Osten stehe. So gelte es zunächst, nach einem Beschluss der Politik aus dem Dezember des vergangenen Jahres, die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden durchzuführen, um die ersten Stellungnahmen zu den Planungen und auch zum Umfang und Detaillierungsgrad der Umweltprüfung zu bekommen. Diese werden in der Folge vom Rat der Gemeinde Ense abgewogen und in das Verfahren eingearbeitet. Danach werden die Unterlagen für jedermann zur Einsicht ausgelegt und eine weitere Beteiligung der Träger öffentlicher Belange wird durchgeführt, bevor ein weiteres endgültiges Parlaments-Votum den Weg für das Repowering freimache. Dessen ungeachtet könnten alle Enser noch bis zum 21. Dezember Einsicht in die Planungsunterlagen im Rathaus nehmen und gegeben-enfalls ihre Bedenken einbringen.

Den mitunter durchaus auch skeptischen Besuchern der Bürgerversammlung sicherte der Verwaltungschef zu, dass ihre Belange bezüglich des Lärmschutzes und des Schattenwurfes durch die neuen Anlagen nicht nur berücksichtigt würden, sondern dass das Repowering zu einer Verbesserung beitragen werde. Dafür sorgten nicht nur die einzuhaltenden Verordnungen bezüglich etwa der Abstände der Räder zur bestehenden Wohnbebauung. Die mit den Windrad-Betreibern abzuschließenden Durchführungsverträge regelten ferner auch den jeweiligen Anlagen-Typ. Eine „Doppelbelastung“ könne dabei ausgeschlossen werden. So gingen die neuen Anlagen definitiv erst dann „ans Netz“, wenn die alten abgeschaltet seien. - det

Quelle: Soester Anzeiger

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