Repowering soll für weniger Schatten und Lärm sorgen

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Die Kurfürstenhalle war beim Infoabend über das geplante Repowering gut gefüllt.

RUHNE -  Das geplante Repowering auf den Windkraft-Konzentrationsflächen zwischen Ruhne und Waltringen stieß am Mittwochabend bei einer Bürgerversammlung auf großes Interesse. Zahlreiche Anwohner, Windkraftbetreiber und sonstige Interessierte waren in die Kurfürstenhalle gekommen.

Bürgermeister Hubert Wegener, Beigeordneter Alfred Schmidt, Bauleitplanungs-Sachbearbeiterin Lidia Steinbeck sowie Sabrina Raser von der Firma Enercon und Andreas Düser als Vertreter der Windkraftbetreiber standen Rede und Antwort: Die Beeinträchtigung durch Lärm und Schattenwurf werde durch die neuen Anlagen verringert, so das Versprechen.

In der ersten Stufe sollen, (wie berichtet) von den vorhandenen zehn Windkraftanlagen zunächst sieben Altanlagen mit einer Höhe von 85 Metern (Nabenhöhe plus Rotorradius) durch drei neue Anlagen mit einer Höhe von 150 Metern ersetzt werden. Der Abbau der restlichen drei Altanlagen und das Ersetzen durch eine weitere neue Anlage wird angestrebt, ist von der Bezirksregierung in Arnsberg aber bisher nicht bewilligt worden.

Die Fragen der Bürger reichten von der Lärmbelästigung über den Schattenwurf durch die Rotoren bis hin zu den blinkenden Positionslichtern auf den Maschinenhäusern. Deutlich wurde, dass in allen Bereichen die auf der Grundlage von externen Gutachtern ermittelten und von den Bewilligungsbehörden in die Genehmigung geschriebenen Höchstwerte auf Dauer strengstens einzuhalten sind. Bei Zuwiderhandlungen könnten die Maßnahmen von einer Herabsetzung der Leistung der Anlagen über vorzunehmende konstruktiv-technische Veränderungen bis hin zur Stilllegung der Anlagen führen.

Insgesamt, so Bürgermeister Hubert Wegener, werde der Lärmschutz gegenüber dem Ist-Zustand wesentlich verbessert. So betrage beispielsweise der bisherige Wert an der mitten durch Waltringen verlaufenden äußeren Linie 40 Dezibel. Die neue Lärmlinie werde nur bis an den Ortsrand von Waltringen reichen und dort auch nur 40 Dezibel betragen.

Hinsicht des Schattenwurfs werde sich die Situation in Ruhne verbessern, weil man weiter von der Bebauung abrücke. Da die Sichtweite der ständig auf den Maschinenhäusern blinkenden Positionslichter 1,5 Kilometer betragen müsse, würden sie auf den neuen Anlagen nur bei Dunkelheit und Nebel ihre maximale Helligkeit erreichen. Ein Verzicht auf das ständige Blinken und nur noch ein Anfahren der Lichter bei sich nähernden Flugobjekten sei technisch möglich, derzeit aber noch nicht genehmigungsfähig.

Weitere technische Fragen wurden von Sabrina Raser und Andreas Düser detailliert beantwortet. Insgesamt, so Bürgermeister Hubert Wegener, gehe es der Gemeinde Ense beim Repowering um das öffentliche Interesse, wozu besonders eine geringere Belastung der Bevölkerung gehöre. -  hr

Quelle: Soester Anzeiger

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