Repowering von Windkraftanlagen im Industriegebiet Ense-Höingen rückt näher 

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150 Meter hoch werden darf das neue Windrad im Höinger Industriegebiet.

Bremen – Der Bau eines Windrades nördlich der Biogasanlage im Höinger Industriegebiet rückt näher.

Die Verwaltung jedenfalls ist bereit, den Flächennutzungs- und Bebauungsplan „Windenergie Höingen“ zu ändern. Befassen mit dem Vorhaben muss sich nun der Planungs- und Umweltausschuss. 

Bekanntlich hatte der Gemeinderat im Dezember 2017 dem Antrag zur Ausweisung eines Sondergebietes für eine Windkraftanlage im Bereich Höingen zugestimmt. Allerdings musste die immissionsschutzrechtliche Verträglichkeit der Planung gegenüber den umliegenden Ortsteilen sowie die Verträglichkeit der Planung im Zusammenhang mit der Entwicklung des Industriegebietes nachgewiesen werden. Der Antragssteller hatte ein Fachbüro aus Erkelenz mit der Ausarbeitung der Vorentwürfe der Bauleitpläne beauftragt.

Diese werden nun in der öffentlichen Sitzung am Donnerstag, 13. Juni, um 18 Uhr im Rathaus aus vorgestellt. Durch die Flächennutzungsplanänderung soll eine zusätzliche Fläche für die Nutzung von Windenergieanlagen eingerichtet werden. Ziel der Planung ist es, zwei bestehende Anlagen durch eine neue Anlage zu ersetzen, die aber nicht höher werden darf als 150 Meter. Festgesetzt werden soll im Bebauungsplan, dass die Windenergieanlage erst errichtet und in Betrieb genommen werden kann, wenn die bestehenden Windkraftanlagen abgebaut wurden. Spätestens ein Jahr nach dem Rückbau der bestehenden zwei Windkraftanlagen ist die neue Windkraftanlage in Betrieb zu nehmen.

Die vom Planungsbüro für regenerative Energienutzung erstellte Schallimmissionsprognose hat ergeben, dass gegen die Errichtung der Anlage aus schallimmissionstechnischer Sicht keine Bedenken bestehen. Die Schlagschattenwurfprognose zeige an, dass die gültigen Grenzwerte für den bewegten Schattenwurf von 30 Stunden pro Jahr oder 30 Minuten pro Tag an mehreren Immissionspunkten überschritten würden. Daher seien geeignete Maßnahmen, beispielsweise in Form einer Schattenabschaltung, zu ergreifen. Zudem wird auf den Abschluss eines Durchführungsvertrages zwischen der Gemeinde Ense und dem Vorhabenträger verwiesen. In diesem sollen das Vorhaben, sprich Anlagetyp und Standort, festgeschrieben werden. Sollte den Vorentwürfen zugestimmt werden, kann die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit, der berührten Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange sowie der Nachbarkommunen durchgeführt werden.

Quelle: Soester Anzeiger

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