Schützen im „Doppeldorf“ müssen Halle renovieren

Die Pauschalzuschüsse über 1 000 Euro pro Jahr möchten die Schützen im „Doppeldorf“ für die kommenden zehn Jahre auf einen Schlag ausgezahlt bekommen, um so die Renovierung ihrer Halle in Angriff nehmen zu können.
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Die Pauschalzuschüsse über 1 000 Euro pro Jahr möchten die Schützen im „Doppeldorf“ für die kommenden zehn Jahre auf einen Schlag ausgezahlt bekommen, um so die Renovierung ihrer Halle in Angriff nehmen zu können.

HÜNNINGEN-LÜTTRINGEN - Die Schützenbruderschaft St. Hubertus Hünningen-Lüttringen steht vor einer Renovierung ihrer Schützenhalle. Aus diesem Grund bittet sie im Vorgriff auf die jährlich auszuzahlenden Pauschalzuschüsse der nächsten 10 Jahre eine vorgezogene Auszahlung in Höhe von 10 000 Euro.

Ein Ansinnen, dem die Verwaltung entsprechen will, und für das sie auch einem förderungsunschädlichen vorzeitigen Maßnahmenbeginn ihre Zustimmung erteilen würde. Das letzte Wort indes hat die Politik.

Mit Schreiben vom 9. März hatten die Schützen darauf hingewiesen, dass umfangreiche Renovierungsarbeiten an ihrer Halle erforderlich seien und mit einem Kostenaufwand von ca. 10 000 Euro gerechnet werden müsse, die aus eigenen Mitteln aber nicht getragen werden könnten.

Um nun die Finanzierung sicherzustellen, beantragt die Schützenbruderschaft die Auszahlung des jährlichen Gemeindezuschusses von 1 000 Euro für die kommenden zehn Jahre auf einen Schlag, mithin in Höhe von 10 000 Euro. Unabhängig vom Ergebnis einer späteren Entscheidung bittet die Schützenbruderschaft St. Hubertus zudem um Zustimmung zu einem förderungsunschädlichen vorzeitigen Maßnahmenbeginn.

Um sich von der Notwendigkeit der Maßnahmen zu überzeugen, ist ein Ortstermin in der Schützenhalle anberaumt worden, so die Verwaltung gestern. Über das Ergebnis soll in der Sitzung des zuständigen Schul- und Kulturausschusses am nächsten Dienstag, 24. März, um 18 Uhr im Rathaus berichtet werden.

Nach einem Beschluss des Rates der Gemeinde Ense aus dem Jahr 2007 erhalten die Schützenbruderschaften einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 1 000 Euro. Entsprechende Haushaltsmittel wurden im Haushaltsjahr 2015 veranschlagt und im Rahmen der Haushaltsplanberatungen für das Haushaltsjahr 2015 beschlossen. Weitere Haushaltsmittel für diesen Zweck stehen nicht zur Verfügung. Die Verwaltung schlägt daher vor, für das Haushaltsjahr 2016 Mittel in Höhe von 10 000 Euro bereitzustellen und einen förderungsunschädlichen vorzeitigen Maßnahmenbeginn zu gestatten. Bei dem Zuschussantrag der Schützen St. Marien Waltringen im Jahr 2012 wurde ähnlich verfahren. Der seinerzeit beantragte Zuschuss wurde ein Jahr später in Höhe von 10 000 Euro gewährt.

Da aktuell zur Finanzlage im kommenden Jahr noch keine gesicherten Erkenntnisse vorliegen, wird empfohlen, im Hinblick auf die Entwicklung des Haushalts 2016 den beantragten Zuschuss zunächst unter Vorbehalt in Aussicht zu stellen. - det

Quelle: Soester Anzeiger

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