CDU setzt Verjüngung der Parteispitze fort

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Lenken die Geschicke der CDU als geschäftsführender Vorstand (von links): Thomas Aukthun, Andreas Brasse, Heinrich Frieling, Thomas Stock, Dirk Häken, Kristin Greune, Georg Busemann und Silvia Klein.

BREMEN - Die Christdemokraten haben einen weiteren Schritt in Richtung Verjüngung der Parteispitze unternommen. Denn mit Kristin Greune ist ein zusätzliches Mitglied der Jungen Union in den Führungszirkel aufgestiegen.

Dafür allerdings mussten die Mitglieder zunächst den Weg über eine Erweiterung des geschäftsführenden Vorstands freimachen, was angesichts der offenkundig guten Stimmung an der Basis ebenso reibungslos vonstatten ging, wie die erforderlichen Wahlen. So bleibt Silvia Klein erwartungsgemäß für eine weitere Amtszeit CDU-Chefin.

Wobei am Mittwochabend 56 stimmberechtigte CDU-Mitglieder den Weg in den Saal der „Alten Post“ gefunden hatten, um die personellen Weichen für die kommenden zwei Jahre zu stellen.

Und um die Arbeit im Vorstand auf noch breitere Schultern zu verteilen, schlug der Vorstand den Mitgliedern vor, das Amt des Schrift- und Geschäftsführers zu trennen und so für eine Vergrößerung der Führungsmannschaft zu sorgen. Ein Verfahren, das man bereits vor zwei Jahren mit der Schaffung eines vierten stellvertretenden Vorsitzenden angewandt hatte.

Und da „dieser gute Griff“ sich bewährt habe, wolle man ihn wiederholen, so die alte und neue Vorsitzende Silvia Klein, die zudem mit der Vorsitzenden der Jungen Union, Kristin Greune, gleich eine Kandidatin für den Schriftführer-Posten präsentieren konnte, so dass die Wahlen in der Folge zügig vonstatten gingen.

So bleibt Silvia Klein mit 47 von 56 Stimmen Vorsitzende, ihre Stellvertreter heißen weiter Thomas Aukthun (48 Stimmen), Georg Busemann (46), Heinrich Frieling (50) und Thomas Stock (48).

Schriftführerin Kristin Greune vereinigte 49 Stimmen auf sich, Geschäftsführer Andreas Brasse 51 und Kassierer Dirk Häken 45. Komplettiert wird der Vorstand durch 17 Beisitzer (siehe Liste).

Breiten Raum nahm neben dem Tätigkeitsbericht von Silvia Klein und Ausführungen von Landrätin Eva Irrgang am Mittwochabend vor allem die Ehrung langjähriger Mitglieder ein. Und hier stach besonders die Auszeichnung für den – allerdings entschuldigt – nicht anwesenden Ernst Söbbeler hervor, der seit 60 Jahren der CDU die Treue hält.

Und mit wenigen Worten würdigte Silvia Klein dessen Verdienste. So erinnerte sie daran, dass Ernst Söbbeler bereits 20 Jahre Ratsmitglied der selbstständigen Gemeinde Niederense war, als 1969 die Gemeinde Ense im Rahmen der kommunalen Neuordnung in ihrer jetzigen Form entstanden ist.

Er habe „das Entstehen dieser Gemeinde vorangetrieben und ausgestaltet“ und gegen „alle Widerstände und allen Unkenrufen zum Trotz“ damals prognostiziert, dass „die Gemeinde Ense keine Fehlinvestition“ sei. Ernst Söbbeler „sorgte maßgeblich dafür, dass das ‘Kirchtumdenken’, dem er in den verschiedenen Ortsteilen immer wieder begegnete, im Laufe der Zeit überwunden werden konnte“, so Silvia Klein.

Und trotz des ihm 1973 verliehenen Bundesverdienstkreuzes am Bande, dem 20 Jahre später das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse und am 30. Juni 2001 die Verleihung der Ehrenbürgerrechte der Gemeinde Ense folgte, „blieb unser heutiger Ehrenjubilar immer bescheiden“, ergänzte die Parteichefin.

Um abschließend die von Ernst Söbbeler einst selbst formulierte Lebensmaxime anzufügen: „Eine positive Grundeinstellung ist ebenso wichtig wie Toleranz und der Blick für das Ganze. Statt der Suche nach Selbstverwirklichung sollte stets das Dienen im Vordergrund stehen.“

In ihrem Rechenschaftsbericht sprach Silvia Klein von 2014 als „einem Jahr des Zusammenwachsens“, freute sich über das Abschneiden der CDU bei der Kommunalwahl im vergangenen Mai und dankte Junger Union und Seniorenunion sowie den übrigen Vorstandsmitgliedern für die Zusammenarbeit. Die Erstellung des Wahlprogramms im Beisein der Verwaltungsführung bezeichnete sie als vorteilhaft für beide Seiten. - det

Quelle: Soester Anzeiger

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