Silvia Klein bleibt CDU-Chefin

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Mit Silvia Klein an der Spitze (vorne dritte von links) und vier statt bisher drei Stellvertretern in der Parteiführung geht dieser CDU-Vorstand in die kommenden zwei Jahre. Dabei waren die Wahlergebnisse durchaus bemerkenswert.

BREMEN -  Silvia Klein bleibt für zwei weitere Jahre Vorsitzende der heimischen CDU. Ihr zur Seite stehen ab sofort jedoch vier statt bisher nur drei Stellvertreter.

Einstimmig nämlich hat die Mitgliederversammlung den Weg für eine Erweiterung des geschäftsführenden Vorstands freigemacht – und gleichzeitig für bemerkenswerte Ergebnisse bei den Wahlen gesorgt.

Dabei hatten 49 CDU-Mitglieder am Montagabend den Weg in die „Alte Post“ gefunden, um die personellen Weichen für die Zukunft zu stellen. Doch auch wenn alle Redner aus Junger Union, Seniorenunion und Fraktion die „gute Zusammenarbeit“ mit der Partei-Vorsitzenden lobten, so fuhr Silvia Klein bei den Wahlen das zweitschlechteste Ergebnis im geschäftsführenden Vorstand ein. Denn nur 38 der 49 stimmberechtigten Mitglieder stimmten für sie, vier sprachen sich gegen sie aus, sieben enthielten sich. Noch weniger Stimmen, nämlich 37, vereinigte im geschäftsführenden Vorstand nur Parteivize Georg Busemann auf sich, während die übrigen drei stellvertretenden Vorsitzenden jeweils die 40-Stimmen-Marke überschritten. Thomas Aukthun holte 44 Ja-Stimmen, Heinrich Frieling, der neu im Team ist, bis vor zwei Jahren jedoch schon einmal stellvertretender Vorsitzender war, wählten 42 Mitglieder und Thomas Stock 43. Kassierer der CDU bleibt Dirk Häken, der bei 40 Ja-Stimmen vier Nein-Stimmen und fünf Enthaltungen auf sich vereinigte. Geschäftsführer Andreas Brasse wurde mit 44 Ja-Stimmen, vier Nein-Stimmen und einer Enthaltung bestätigt. Als Beisitzer fungieren demnächst Gabriele Alteköster (39 Stimmen), Jens Boehle (44), Sebastian Brauner (40), Luzia Fleißig (38), Eberhard Hollmann (39), Axel Immig (35), Hans-Georg Knaup (36), Armin Müller (42), Andreas Vonnahme (42) und Friedhelm Wüllner (40).

Silvia Klein nahm die Abstimmung betont gelassen zur Kenntnis, bedankte sich für das Vertrauen und merkte an, dass ihr Abschneiden vor zwei Jahren „deutlich schlechter war“.

Inhaltlich ging die Parteivorsitzende in ihrer Rede vor allem auf die Wahl eines neuen Beigeordneten für die Gemeinde Ense ein, eine der „vielleicht wichtigsten Personalentscheidungen für die nächsten Jahre“. Dabei legte sie Wert auf die Feststellung, dass es der CDU darauf ankomme, dass der Nachfolger von Franz-Josef Vonnahme „nicht nur die formalen, sondern auch die praktischen Voraussetzungen“ erfüllen müsse, die ein solcher „Job“ mit sich bringe. Bei den Bemühungen, „eine stabile Mehrheit“ für die Wahl am 31. Januar zu finden, sei man nach Gesprächen mit BG, FDP, dem unabhängigen Ratsherrn Franz Freitag, aber auch mit SPD und Bürgermeister Hubert Wegener „ein ganzes Stück vorangekommen“.

Wobei sie deutlich machte: „Die CDU in Ense ist keine Ein-Frau-Partei. Bei uns arbeiten viele Hände und Köpfe mit.“ - det  

Quelle: Soester Anzeiger

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