Sozialwerk St. Georg räumt 2016 das Haus 1

Die Weichen sind gestellt: Im nächsten Jahr wird das Sozialwerk St. Georg das Haus 1 in Bremen räumen, mit den übrigen beiden Häusern aber vor Ort bleiben.
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Die Weichen sind gestellt: Im nächsten Jahr wird das Sozialwerk St. Georg das Haus 1 in Bremen räumen, mit den übrigen beiden Häusern aber vor Ort bleiben.

BREMEN - Der Zeitplan steht - und mit ihm eine bedeutsame Veränderung am Rande der Bremer Ortsmitte: Das Sozialwerk St. Georg wird im nächsten Jahr das „Haus 1“ räumen. Die vorhandenen 24 Plätze für Menschen mit Suchterkrankungen werden nach Unna verlagert. Gerüchte, dass sich die Einrichtung 2016 komplett aus Ense zurückziehen werde, entbehren indes jeder Grundlage.

Das jedenfalls hat Gabriele Schach, seit drei Jahren in der Nachfolge von Norbert Kellner Leiterin der Einrichtung, jetzt auf Anzeiger-Nachfrage erklärt.

Denn auch wenn man mit dem so genannten „Haus 1“ im nächsten Jahr Ense den Rücken kehren wird, um in Unna heimisch zu werden, wo alle erforderlichen Vorkehrungen für den seit vielen Jahren bereits geplanten Neubau in „trockenen Tüchern“ sind, so verbleibt das Sozialwerk St. Georg mit zwei weiteren Gebäuden auf dem Gelände an der Waterlappe in Bremen.

Dort werden insgesamt 33 Menschen mit psychischen Erkrankungen betreut. Hinzu komme eine Außenwohnung an der Friedhofstraße mit sieben Plätzen, wie Gabriele Schach ausführte.

Damit jedoch wird sich im kommenden Jahr vollziehen, was seit Jahren vom Sozialwerk St. Georg bereits geplant war, sich jedoch aus unterschiedlichen Gründen immer wieder verzögerte.

Im „Haus am Spring“ in Bremen werden nach eigener Aussage Menschen mit psychischen Erkrankungen bzw. Behinderungen unterstützt. Das gemeinsame Ziel in allen Wohnformen sei es, Klientinnen und Klienten bei der aktiven und selbstbestimmten Planung ihrer Zukunft zu unterstützen, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich die Menschen entwickeln und wohlfühlen können.

Die Selbständigkeit und die Persönlichkeit der Klientinnen und Klienten ständen im Vordergrund. Deshalb werde – abhängig vom individuellen Hilfebedarf – Unterstützung und Hilfestellung nur dort gegeben, wo sie nötig sei und soviel Selbständigkeit gefördert, wie es möglich sei. Das „Haus am Spring“ biete auch eine Reihe von attraktiven Arbeits- und Teilhabeangebote durch Arbeit und Beschäftigung – ein Leitbegriff im Sozialwerk St. Georg.

Was aus Haus 1 nach dem Abbau der 24 Plätze im kommenden Jahr wird, vermochte Gabriele Schach, die neben dem „Haus am Sprung“ auch das Christopherusheim in Lippstadt leitet, nicht zu sagen. - det

Quelle: Soester Anzeiger

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