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Spielmannszug Niederense bleibt ohne ersten Vorsitzenden

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Von: Philip Maack

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Der Niederenser Spielmannszug bleibt vorerst ohne ersten Vorsitzenden
Der Niederenser Spielmannszug bleibt vorerst ohne ersten Vorsitzenden. © Risse

Bei der letzten Jahreshauptversammlung hat der Verein keinen neuen Vorsitzenden gefunden. Jetzt hat der übrige Vorstand entschieden, den Posten erstmal unbesetzt zu lassen.

Niederense – Der Spielmannszug Niederense steht seit seiner letzten Jahreshauptversammlung ohne ersten Vorsitzenden da. Und das wird auch erstmal so bleiben. „Wir werden das Amt bis zu unserer nächsten Generalversammlung unbesetzt lassen“, erklärt Geschäftsführerin Sarah Nückel.

Kurz vor der Versammlung im Juni ist der bisherige erste Vorsitzende Bernd Hoffmeister aus persönlichen Gründen von seinem Amt zurückgetreten. „Das ist recht kurzfristig passiert“, sagt Nöckel. Dadurch hatte der Spielmannszug nicht genügend Vorlaufzeit, um seinen Mitgliedern auf der Versammlung einen sorgfältig ausgesuchten Nachfolge-Kandidaten präsentieren zu können.

Nückel: „Wollen niemanden in dieses Amt drängen“

Und ein Hau-Ruck-Verfahren, in dem mal eben so zwischen Tür und Angel ein neuer Vorsitzender akquiriert wird, kam für die Niederenser nicht in Frage. „Wir wollen niemanden in dieses Amt drängen“, stellt Sarah Nückel klar. Dafür wäre der Posten des Vorsitzenden auch viel zu wichtig.

Somit hatte der Spielmannszug bei der Jahreshauptversammlung darauf verzichtet, einen neuen ersten Vorsitzenden zu wählen. Man wolle ohne Zeitdruck einen geeigneten Nachfolger für Bernd Hoffmeister finden, hieß es. Von dieser Marschroute weichen die Niederenser auch nicht ab. Druck verspüre der aktuelle geschäftsführende Vorstand auch zwei Monate nach der Versammlung nicht. „Wir sind ja trotzdem sehr gut aufgestellt“, meint Nückel.

Sie selbst ist seit über zehn Jahren im Vorstand mit dabei. Und auch der zweite Vorsitzende Olaf Bierhoff sowie der Kassierer Matthias Schulte wirken schon lange in der Führungsriege des Spielmannszuges mit. Erfahrung ist also reichlich vorhanden. Vor allem, da dieses Trio in seiner Amtszeit bereits schon mal eine Phase ohne ersten Vorsitzenden erlebt und gemeistert hat. „Wir kennen das daher leider schon“, sagt Nückel.

Geschäftsfähigkeit ist nicht gefährdet

Auf die Geschäftsfähigkeit des Vereins hat der fehlende Vorsitzende keine Auswirkungen. Die bleibt weiterhin uneingeschränkt vorhanden. „Das ist satzungsmäßig abgesichert und auch das Amtsgericht hat damit kein Problem“, erklärt die Geschäftsführerin.

Auf die Suche nach einem Hoffmeister-Nachfolger hat sich das verbliebene Vorstandsteam seit der letzten Versammlung dennoch gemacht. „Aber man findet halt keinen“, sagt Nückel. Daher rührt die Entscheidung, das Besetzen dieses Postens auf das nächste Jahr zu verschieben.

Erst wenn bis zur nächsten Generalversammlung des Spielmannszuges noch immer kein Nachfolger gefunden ist, werden sich die Niederenser wohl andere Lösungen einfallen lassen müssen. Ein Verein ohne ersten Vorsitzenden kann schließlich kein Dauerzustand sein.

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