Staatsschutz schließt Ermittlungen ab

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Die Schüsse auf die Flüchtlings-Unterkunft in Bremen hatten große Empörung in Ense ausgelöst.

Bremen - Der Staatsschutz in Dortmund hat seine Ermittlungen nach den Schüssen auf die Flüchtlings-Unterkunft „An der Windmühle“ in Bremen abgeschlossen und die entsprechenden Unterlagen an die Arnsberger Staatsanwaltschaft weitergeleitet.

Das hat eine Sprecherin der Dortmunder Polizeibehörde auf Anzeiger-Nachfrage mitgeteilt, aber auch wissen lassen: die Ermittlungsergebnisse sind – wie erwartet – eher dünn.

So könne man lediglich mitteilen, dass offenbar mit einer Waffe auf die Unterkunft geschossen worden sei, nachdem der Hausmeister entsprechende Projektile im Fensterrahmen eines Gemeinschaftsraumes im Dachgeschoss sowie in der Hauswand Mitte Januar entdeckt hatte. 

Doch schon zum Tatzeitraum könne man keine konkreten Aussagen machen. Und auch sonst seien „keine weiteren sachdienlichen Hinweise“ eingegangen. Selbst der Einsatz von Sprengstoff-Spürhunden brachte keine verwertbaren Ergebnisse. 

Die Staatsanwaltschaft in Arnsberg wird nun über das weitere Vorgehen und damit auch über die Frage entscheiden, ob das Verfahren möglicherweise eingestellt wird. So jedenfalls endete im vergangenen Jahr der Vorgang um die Hakenkreuz-Schmierereien an der Bremer Unterkunft. Auch hier hatten die Ermittlungen sowie die Aussetzung einer Belohnung zu keiner konkreten Täterspur geführt.

Bekanntlich hatten die festgestellten Schüsse auf die Unterkunft in Bremen, die unbemerkt geblieben waren und die niemanden verletzt hatten, für große Empörung in Ense gesorgt. So gab es am 24. Januar eine Solidaritäts-Kundgebung vor dem Rathaus in der Ortsmitte mit über 250 Personen, die deutlich machten, dass in Ense „kein Platz für Ausländerfeindlichkeit und Intoleranz“ ist.

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Quelle: Soester Anzeiger

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