Startschuss für das Gemeindeentwicklungskonzept in Ense fällt am 12. März

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Die Zukunft der Gemeinde Ense haben Dr. Jürgen Schewe von MSP ImpulsProjekt, Eric Lange und Dieter Hennicken von der Arbeitsgruppe Stadt sowie Andreas Fresen, Carina Gramse und Mats Blume (von links) von der Verwaltung fest im Blick.

Bremen – Der Startschuss für die Erstellung des geplanten Gemeindeentwicklungskonzeptes fällt am 12. März. An diesem Tag findet um 18.30 Uhr eine öffentliche Informationsveranstaltung für alle Interessierten statt, in der das Verfahren und die Vorgehensweise in den kommenden Monaten vorgestellt werden soll.

Aller Voraussicht nach findet die Veranstaltung in der Bremer Schützenhalle statt, so Enses Beigeordneter Andreas Fresen. 

Und in einer Sache herrscht mittlerweile Klarheit: Denn bei den beiden Fachbüros, die den gut zweijährigen Prozess begleiten werden, handelt es sich um MSP ImpulsProjekt mit Sitz in Breckerfeld sowie die Arbeitsgruppe Stadt aus Kassel. Beide arbeiten bereits seit Jahren zusammen und bringen reichlich Erfahrung in der Regional- und Dorfentwicklung sowie auch der Freizeit- und Tourismusberatung mit, wie sie bei ihrer Vorstellung im Rathaus erklärten. 

Und eine Entscheidung ist bereits gefallen: So wird es einen 15-köpfigen Lenkungskreis geben. Er soll die Auftaktveranstaltung sowie die vorgesehenen Dorfbegehungen und die Sonderveranstaltungen vorbereiten und den gesamten Prozess der Erarbeitung des Gemeindeentwicklungskonzepts fachlich begleiten. Zudem ist er Multiplikator aller relevanten Informationen für die Öffentlichkeit. Das erste Treffen dieser Runde ist für den 18. Februar geplant.

Wobei eines den Verantwortlichen ganz wichtig ist: Zu der Auftaktveranstaltung sowie den insgesamt zehn Dorf-Rundgängen sind stets alle Bürger sowie Interessenvertreter ausdrücklich eingeladen. Bei den Dorf-Rundgängen werden mit den Bürgern vor Ort die Potenziale und Probleme der jeweiligen Ortsteile erfasst und anschließend werden in einem offenen Workshop gemeinsam Ideen zur weiteren Entwicklung der Ortsteile entwickelt und dokumentiert.

„Wir wollen die Kompetenz und das Fachwissen vor Ort abholen. Wir brauchen das lokale Wissen“, so Diplom-Ingenieur und Architekt Dieter Hennicken von der Arbeitsgruppe Stadt. Er wird die Moderation der Auftaktveranstaltung am 12. März übernehmen. Zusammen mit Dr. Jürgen Schewe von MSP ImpulsProjekt ist er zudem überzeugt: „Die Kommunikation mit den Bürgern ist sehr wichtig.“

Und weil das so ist, setzt man nicht nur auf die öffentlichen Veranstaltungen. Vielmehr wird man in der Zeit zwischen der Auftaktveranstaltung und dem ersten Dorf-Rundgang, der voraussichtlich im Juni oder Juli ist, eine online-Befragung anbieten, in der jeder über die aus seiner Sicht vorhandenen Schwächen und Stärken berichten kann. All dies wird dann gebündelt und raumbezogen einfließen in die jeweiligen Begehungen vor Ort. Wobei der Lenkungskreis die gewonnenen Erkenntnisse aufarbeiten und nach Prioritäten sortieren wird.

Für Enses Beigeordneten Andreas Fresen ist dabei entscheidend: „Wir wollen niemandem etwas überstülpen, sondern die weitere Entwicklung der Gemeinde mit allen interessierten Bürgern erarbeiten. Deshalb ist eine breite Beteiligung an den bevorstehenden Veranstaltungen von großer Bedeutung. Die Ideen sollen von unten kommen.“

Aus Sicht von Dr. Jürgen Schewe und Dieter Hennicken könnten sich dabei folgende Themenschwerpunkte herauskristallisieren: Verkehr, die Zukunft des Industriegebietes, die Entwicklung weiterer Baugebiete, die Herausforderungen des demografischen Wandels und neue Wohnformen. Wobei beide Experten unterstreichen: Die Aufgabe ihrer Büros wird nicht nur darin bestehen, den Prozess zu moderieren. Vielmehr gehe es auch um die Bewertung der Anregungen oder Bedenken. Auch bei der Suche nach Fördermitteln für mögliche Projekte werde man behilflich sein. 

Das am Ende des gesamten Verfahrens stehende Gemeindeentwicklungskonzept mit Handlungsempfehlungen werde allerdings erst von der Politik beraten und formal beschlossen und sollte eine Perspektive für die kommenden zehn Jahre im Blick haben. Bis zum Frühjahr 2021 sollen die zehn Dorf-Rundgänge abgeschlossen sein. Daran anschließen werden sich spezielle Workshops zu den Themen: . Jugend mit Schülern der Conrad-von-Ense-Schule; Wirtschaft mit den heimischen Unternehmern; Tourismus und Verkehr.

Der aus 15 Personen bestehende Lenkungskreis setzt sich zusammen aus drei Vertretern der beiden Fachbüros, Andreas Fresen, Mats Blume und Carina Gramse von der Gemeindeverwaltung, den fünf Fraktionsvorsitzenden, je einem Mitglied aus den drei Heimatvereinen sowie einem Vertreter des Initiativkreises. 

Quelle: Soester Anzeiger

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