Als Statistin bei der Großübung

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Mit dem Rettungskorb der Drehleiter ging es für Katrin Kokenkemper aus dem zweiten Obergeschoss des verqualmten Gebäudes in Sicherheit.

ENSE/SOEST - Als Statistin nahm Gemeindereferentin Katrin Kokenkemper bei der Großübung auf dem Anzeiger-Gelände teil. Mit uns sprach sie über ihre Erlebnisse.

Das Szenario hat es in sich: Auf dem Gelände des Soester Anzeiger-Gebäudes kommt es zu einem Unfall zweier Fahrzeuge, diese krachen in den Eingangsbereich. Damit nicht genug, fangen beide Fahrzeuge Feuer, setzen so das Gebäude in Brand. In diesem befinden sich noch Personen, ihr Fluchtweg ist durch den dichten Rauch abgeschnitten. Zum Glück ist es nur eine Übung der Soester Feuerwehr, mittendrin befindet sich Karin Kokenkemper, Gemeindereferentin im Pastoralverbund Ense.

„Eigentlich war es ja keine große Sache“, berichtet sie am Tag nach der Übung, spannend sei es dann aber doch irgendwie gewesen. Denn Kokenkemper war als Statistin im Einsatz, spielte gemeinsam mit anderen Helfern eine Gruppe Redakteure, die sich wegen Qualm und Rauchgasen nicht selbst retten konnten. Mit weiteren Personen im zweiten Obergeschoss des Soester Redaktionsgebäudes gefangen, bleibt ihnen nur der Fluchtweg über die Drehleiter.

Diese kommt dann auch zum Einsatz, für Kokenkemper nicht die erste Fahrt mit dem Rettungsgerät. „Ich bin bei Festen schon ein paar Mal mit der Drehleiter gefahren, aber das ist natürlich etwas anderes“, berichtet sie von der Rettung aus luftiger Höhe. Statt wie üblich bequem am Boden einzusteigen, ging es diesmal aus dem Bürofenster.

Lange hatte Kokenkemper nicht überlegen müssen, bevor sie ihre Zusage für die Statistenrolle gab: „Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, dass ich mitmache. Es ist ja schließlich wichtig, dass die Feuerwehr übt und gerade solche großen Szenarien, wie es jetzt der Fall war.“

Realistischer durch die Statisten

Von Ungefähr kommt diese Ansicht nicht, ist Ehemann Mario immerhin selbst ein aktives Mitglied der Soester Einsatzkräfte. Quasi auf dem kurzen Dienstweg wurde daher die Teilnahme abgemacht. In dieser sieht Kokenkemper auch für die Profis einige Vorteile: „Wenn es Feuerwehrmänner sind, die bei einer solchen Übung die hilflosen Personen spielen, dann verfügen sie immer einen großen Erfahrungsschatz. Sie waren wahrscheinlich selbst schon mehrfach in dem Rettungskorb der Drehleiter und wissen, wie man vorgehen muss. Als Laie fehlt dieses Wissen, wie es bei Geretteten ja üblich der Fall ist. Von daher macht es die Übung realistischer und zwingt die Einsatzkräfte dabei aufmerksamer zu sein.“

Und auch für Kokenkemper war es eine interessante Erfahrung. „Es hat Spaß gemacht, ich würde bei Gelegenheit wieder mitmachen.“

Quelle: Soester Anzeiger

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