Steinbruch soll in die Denkmalliste

Als „ortsfestes Bodendenkmal“ soll der aufgelassene Steinbruch südöstlich der Kläranlage in Bremen in die Denkmalliste der Gemeinde Ense aufgenommen werden. Im Rathaus hat man keine Einwände, entscheiden muss die Politik.
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Als „ortsfestes Bodendenkmal“ soll der aufgelassene Steinbruch südöstlich der Kläranlage in Bremen in die Denkmalliste der Gemeinde Ense aufgenommen werden. Im Rathaus hat man keine Einwände, entscheiden muss die Politik.

BREMEN -  Der aufgelassene Steinbruch südöstlich der Kläranlage in Bremen soll als „ortsfestes Bodendenkmal“ in die Denkmalliste der Gemeinde Ense eingetragen werden.

Mit diesem Antrag wird sich der Haupt- und Wirtschaftsförderungsausschuss in seiner nächsten Sitzung am kommenden Donnerstag, 5. Februar, ab 18 Uhr in öffentlicher Sitzung beschäftigen.

Der Steinbruch südöstlich der Kläranlage in Bremen steht im Eigentum der Gemeinde Ense, wie die Verwaltung in ihrer Vorlage für die Politik ausführt. Der LWL-Archäologie für Westfalen hat nun die Eintragung des aufgelassenen Steinbruchs in die Denkmalliste der Unteren Denkmalbehörde beantragt. Somit sei der Steinbruch als „ortsfestes Bodendenkmal“ einzutragen, heißt es weiter.

Der LWL-Archäologie, so die Zusammenfassung der Verwaltung, führe in ihrer Begründung für den Antrag aus, dass es sich bei dem Bodendenkmal „um eine Abfolge von Gesteinen mit wissenschaftlich bedeutender Fossilführung handelt.“ Die Fossilführung gibt Rückschlüsse auf die Entwicklungsgeschichte der Erde, denn Fossilien seien „Zeugnisse tierischen und pflanzlichen Lebens aus früher erdgeschichtlicher Zeit“, denen ein besonderer paläontologischer Rang zukomme. Aus diesem Grund seien sie für künftige Forschungen von wissenschaftlichem Interesse, deren Auswertung neue und weitergehende Erkenntnisse vermittele, die auf keinem anderen Wege gewonnen werden könnten.

Eingeschaltet in den Vorgang ist nach Darstellung der Verwaltung bereits der Beauftragte für die Denkmalpflege in der Gemeinde Ense, Horst Brauckmann. Und: „Die Zustimmung des Beauftragten liegt vor“, lässt man die Politik wissen.

Vor diesem Hintergrund schlägt die Verwaltung vor, den aufgelassenen Steinbruch südöstlich der Kläranlage in Bremen als „ortsfestes Bodendenkmal“ in die Denkmalliste der Gemeinde Ense einzutragen. - det

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