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Stiftung Kinderhilfe will auch 2022 wieder helfen

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Von: Philip Maack

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Die Aktion „Start-Hilfe-Schule“ versorgt Kinder aus Familien, die ALG II-Leistungen (Hartz IV), Wohngeld, Asylbewerberleistungen oder Grundsicherung beziehen, mit Schulmaterialien. Dazu gehören Hefte, Stifte, Kladden und Radiergummis, alles nach Schuljahrgängen geordnet und in Tüten verpackt.
Die Aktion „Start-Hilfe-Schule“ versorgt Kinder aus Familien, die ALG II-Leistungen (Hartz IV), Wohngeld, Asylbewerberleistungen oder Grundsicherung beziehen, mit Schulmaterialien. Dazu gehören Hefte, Stifte, Kladden und Radiergummis, alles nach Schuljahrgängen geordnet und in Tüten verpackt. © Mause

Durch Corona konnte die Stiftung im letzten Jahr nicht viel umsetzen. Für 2022 hofft sie nun auf Besserung. Was sie in Angriff nehmen möchte.

Ense – Die Stiftung Kinderhilfe zieht Bilanz für das Jahr 2021. „Durchwachsen“ sei es gewesen, teilt die Gemeinde mit. Corona hat immerhin auch die Arbeit der Stiftung maßgeblich beeinflusst.

Viele der eigentlich geplanten Projekte sind im vergangenen Jahr aufgrund der Pandemie schließlich ausgefallen. Eine Förderung von der Stiftung war damit nicht mehr nötig.

Trotz Corona: Zufriedenstellende Spenden-Situation

Aktionen wie die Kinderferienfreizeit (KiFF), die Weihnachtsaktion der Gemeinde und das Projekt „Start Hilfe Schule“ konnten aber trotz Corona von der Finanzierung der Stiftung Kinderhilfe profitieren.

Die Stiftungskasse ist schließlich meistens gut gefüllt. „Es läuft ganz gut hier in Ense. Die Situation ist zufriedenstellend“, sagt Bürgermeister Rainer Busemann.

Er ist der Vorsitzende des Stiftungsrates. „Auch die örtlichen Unternehmen zeigen eine hohe Spendenbereitschaft. Und das fortlaufend.“

Doch auch einige Bürger öffnen immer wieder gerne ihren Geldbeutel, um die Arbeit der Stiftung zu unterstützen.

Welche Summen die Stiftung dadurch genau erhält, wollen die Verantwortlichen aus Rücksicht auf ihre Gönner nicht verraten. „Wir haben Spender, die wollen nicht, dass ihre Summen öffentlich bekannt werden“, erklärt Busemann.

Die Stiftung Kinderhilfe setzt sich dafür ein, Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien unter die Arme zu greifen.

So hat sich die Vereinigung auf die Fahnen geschrieben, benachteiligten Kindern eine Chancengleichheit in Sachen Bildung zu ermöglichen. Das soll durch die Förderung von verschiedenen sozialen Projekten geschehen.

Stiftung unterstützt 4 Sportvereine

Nach dem fördertechnisch eher mauen Jahr 2021 hat der Stiftungsrat für das aktuelle Jahr wieder zahlreiche Anfragen aus Schulen, Vereinen und von Sozialprojekten bekommen.

Welche dieser Anfragen am Ende auch bewilligt wird, entscheiden die Ratsmitglieder. Sie prüfen jedes Anliegen und bewerten anschließend die Ergebnisse.

Eine kleine Auswahl aus den Anfragen hat die Gemeinde jetzt herausgegeben.

So sollen laut Verwaltung die Schwimmförderung in den heimischen Grundschulen und die Präventionsprojekte an der Conrad-von-Ense-Schule in 2022 finanzielle Hilfen erhalten.

Dazu unterstützt die Stiftung vier Enser Sportvereine in ihrem Projekt „Familie in Bewegung.“

Dafür öffnen die Vereine an Sonntagen ihre Turnhallen, um dort Eltern zu ermöglichen, mit ihren Kindern in den verschiedenen Bewegungslandschaften zu spielen.

Außerdem haben sich die Mitglieder des Stiftungsrates wieder dafür ausgesprochen, die KiFF mitzufinanzieren. So sollen die Teilnehmer-Beiträge für alle Familien erschwinglich bleiben.

„Doch es gibt natürlich auch schnelle Möglichkeiten, Menschen zu helfen“, sagt Busemann. „Da sind wir immer recht unbürokratisch.“ Das alles läuft innerhalb der Stiftung als sogenannte Einzelfallhilfe.

Die vermittelt in der Regel Kristina Jost, Sozialarbeiterin bei der Gemeinde.

Einzelfallhilfe ermöglicht unter anderem Schulfahrten

Die Einzelfallhilfe richtet sich beispielsweise an Familien, die in eine extreme Notsituation geraten sind. „Bei einem Sterbe- oder Krankheitsfall etwa“, erklärt Busemann.

2021 habe die Stiftung auf diese Weise einer Familie erheblich helfen können, die sich um ein schwer erkranktes Kind kümmern müsse.

„Das war keine Aktion, die man mal eben so hinbekommen hat“, erinnert sich der Vorsitzende des Stiftungsrates.

Doch auch bei nicht solch existenziellen Problemen kann die Einzelfallhilfe Unterstützung bieten. „Auch wenn es Kinder gibt, die nicht an einer Schulfahrt teilnehmen können, helfen wir“, sagt Busemann.

„Da stehen wir in Kontakt zu den Schulen.“ So hat die Stiftung im vergangenen Jahr mehrere Schultaschen zur Einschulung angeschafft und eben die Teilhabe an mehrtägigen Klassenfahrten ermöglicht.

Wie oft das 2022 vorkommen wird, kann die Stiftung aktuell noch nicht einschätzen.

Doch mit der nötigen finanziellen Rückendeckung aus der Enser Unternehmer- und Bürgerschaft wird sie auch in Zukunft da helfen können, wo das Geld am meisten gebraucht wird.

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