Tempo vor „Heideresidenz“ nicht zu hoch

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Zu schnell gefahren wird auf dem Rochollweg vor der „Heideresidenz“ aus Sicht der Verwaltung nicht. Gleichwohl befindet man sich im Rathaus in intensiven Gesprächen mit Investoren für die angrenzenden Baugrundstücke, um bereits 2014 den Ausbau der Straße und die Anlegung von Gehwegen in Angriff nehmen zu können.

BREMEN -  Die Verwaltung erkennt „keinen Handlungsbedarf“, um auf dem Rochollweg verkehrsberuhigende Maßnahmen durchzuführen. Gleichzeitig allerdings laufen intensive Gespräche mit Investoren, um möglicherweise schon im nächsten Jahr die Straße vor der „Heideresidenz“ auszubauen.

Das jedenfalls hat Bürgermeister Hubert Wegener im Gespräch mit dem Anzeiger erklärt und dabei Bezug auf die Auswertung von Tempomessungen genommen, die über einen Zeitraum von drei Wochen in dem Bereich durch die Verwaltung durchgeführt worden waren.

Und das Resultat ist für die Verwaltungsspitze eindeutig: So seien 85 Prozent der registrierten Fahrzeuge im Schnitt 37,8 km/h schnell gewesen, bei erlaubten Tempo 30. 50 Prozent seien unter der erlaubten Geschwindigkeits-Begrenzung geblieben, wie der Rathauschef weiter mitteilen konnte. Dies, so Bürgermeister Hubert Wegener, seien „tolerierbare Werte“, die die Umsetzung von Maßnahmen zur Temporeduzierung nicht rechtfertigten. Damit aber könnte er für Enttäuschung bei den Anwohnern der „Heideresidenz“ sorgen. Die nämlich hatten bei einer öffentlichen SPD-Veranstaltung Ende August über zunehmenden und zu schnellen Verkehr vor ihrer Haustür geklagt. Daraufhin hatte SPD-Ratsherr Horst Brauckmann die Idee als überlegenswert bezeichnet, den Weg bis zum endgültigen Ausbau als Einbahnstraße auszuweisen. Doch auch wenn das bei Bürgermeister Hubert Wegener eher auf wenig Gegenliebe stößt, so erkennt der Verwaltungschef in einem anderen Punkt sehr wohl Handlungsbedarf, der dem Ansinnen der Anwohner langfristig Rechnung tragen könnte.

Denn der Zustand des Rochollweges von der Werler Straße aus entlang der „Heideresidenz“ sei für die Besucher der Anlage für „Betreutes Wohnen“ wenig akzeptabel. So fehle definitiv ein Gehweg, der für die Sicherheit der Senioren erforderlich sei. Indes: Für einen Ausbau der Straße sind in diesem Jahr keine Gelder vorhanden und auch im nächsten Jahr nur dann, wenn die Gemeinde Ense Einnahmen über die Erschließung von Baugrundstücken erzielt. Von daher befände man sich in intensiven Gesprächen mit potenziellen Investoren, so Bürgermeister Hubert Wegener weiter. Wobei es um ein Projekt nun schon seit Monaten auffällig still geworden ist. Denn jener Investor, der auf der östlichen Seite des Weges ein Mehrfamilienhaus bauen wollte, hat sich seit einem Ortstermin mit der CDU im Frühjahr nicht wieder zu Wort gemeldet. - det

Quelle: Soester Anzeiger

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