Tinte unter Vertrag der „Ense Stromnetz GmbH & Co. KG” ist trocken 

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Bürgermeister Hubert Wegener und Andreas Fresen als Geschäftsführer der Enser Werke GmbH sowie Frank Eikel von innogy (von links) unterzeichneten die Verträge.

Bremen - Die Tinte unter den Verträgen ist trocken. Mit Beginn des neuen Jahres startet die neue Netzgesellschaft „Ense Stromnetz GmbH & Co. KG”.

Daran ist die Gemeinde Ense über ihre 100-prozentige Tochtergesellschaft, der Ense-Werke GmbH, mit 74,9 Prozent beteiligt. 

Der Anteil von innogy beträgt 25,1 Prozent. Geschäftsführer der Stromnetz GmbH & Co. KG werden für Ense Dr. Heinrich Macke aus Diepholz und von innogy Andreas Schunk sein. Dazu wurden am Mittwochabend im Enser Rathaus zwei umfangreiche, vom Rechtsanwaltsbüro Wolter und Hoppenberg in Hamm ausgearbeitete Verträge mit innogy unterzeichnet.

Dabei handelte es sich zunächst um einen Konsortialvertrag als sogenannter Dachvertrag. Für Ense unterschrieb Bürgermeister Hubert Wegener und für innogy von Frank Eikel, der Leiter der Hauptregion Südwestfalen/Sieg Sparte Netz & Infrastruktur. 

In dem Konsortialvertrag sind unter anderem die Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit geregelt. Im Anschluss erfolgte die Unterzeichnung des Ankaufvertrages von 74,9 Prozent durch die bereits ins Leben gerufene Ense-Werke GmbH, einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der Gemeinde Ense, an der am Mittwochmorgen zunächst von innogy gegründeten Netzgesellschaft Ense Stromnetz GmbH & Co. KG. An ihr ist innogy künftig mit 25,1 Prozent beteiligt.

Für Ense unterzeichnete den Vertrag Andreas Fresen als Geschäftsführer der Ense-Werke GmbH und für innogy ebenfalls Frank Eikel. Die neue Netzgesellschaft übernimmt das rund 304 Kilometer umfassende Stromnetz mit 3 711 Hausanschlüssen und 34 Ortsnetzstationen und pachtet ab dem 1. April 2019 über die Ense Gasnetz GmbH, die eine 100-prozentige Tochter der Netzgesellschaft ist, auch das Gasnetz mit 113 Kilometern Länge, 2 230 Gas-Hausanschlüssen und fünf Gasdruck-Regelmessanlagen. Die Netzgesellschaft betreibt die Netze nicht selbst, sondern verpachtet sie an innogy und deren 100-prozentige Tochter Westnetz, die weiterhin die Netzbetreiber- und Begtriebsführungsrolle übernimmt. Ein Vertrag zur Erbringung der notwendigen Instandsetzungen und kaufmännischen Dienstleistungen durch innogy wurde ebenfalls unterschrieben. 

Vor Unterzeichnung der Verträge betonte ein sehr zufrieden wirkender Bürgermeister Hubert Wegener, dass man zwei Jahre an dem Projekt und dem recht komplizierten Verfahren gearbeitet habe. Sein Dank galt den anwesenden Juristen Lena Kreggenfeld und Martin Brück von Oertzen vom Büro Wolter und Hoppenberg in Hamm für ihre fachliche Unterstüzung.

Für innogy bedankte sich Frank Eikel unter anderem für das Vertrauen, das ihm, seinen Kollegen und innogy von der Gemeinde Ense entgegen gebracht werde. 

Quelle: Soester Anzeiger

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