Träger für neuen Kindergarten in Ense-Höingen braucht Geld der Gemeinde

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Der neue Kindergarten in Höingen soll 2021 öffnen.

Höingen – Bei der Suche nach einem Träger für den geplanten Kindergarten im Kreuzungsbereich Oesterweg/Haarweg südlich des Gewerbehofs im Höinger Industriegebiet kann keiner der drei Bewerber den Trägeranteil nach eigenen Aussagen selbst finanzieren.

Das teilt die Verwaltung den Politikern des Sozial- und Sportausschusses mit. Das Gremium kommt am nächsten Dienstag, 4. Februar, um 18 Uhr zu einer öffentlichen Sondersitzung im Rathaus zusammen, um die Weichen für das Vorhaben zu stellen. Dabei geht es auch um die Erwartung der drei potenziellen Träger, dass die Gemeinde einen Zuschuss zum Trägeranteil gibt, der jedoch unterschiedlich hoch ausfällt. Durch die zum 1. August 2020 erfolgende Reform des Kinderbildungsgesetzes (Kibiz) ergeben sich nach Darstellung der Verwaltung folgende Eigenanteile der Träger: kirchliche Träger 10,3 Prozent, freie Trägerschaft 7,8 Prozent,. kommunaler Träger 12,5 Prozent.

Für den neuen Kindergarten wird bei einer üblichen Belegung in den Gruppenformen I, II und III mit Kindpauschalen in Höhe von 570 000 Euro gerechnet. Die StepKids KiTas gGmbH trägt 2-Prozent-Punkte des Trägeranteils selbst. Es wird ein Zuschuss der Gemeinde von 5,8 Prozent erwartet. Dies entspricht einem jährlichen Zuschuss von 33.060 Euro. Die Elterninitiative Kindergärten Ense ist nicht in der Lage, den Eigenanteil aufzubringen. Es wird in analoger Verfahrensweise zu den beiden bereits existierenden Kindergärten eine vollständige Übernahme des Trägeranteils von 3,4 Prozent erwartet. Dies entspricht einem jährlichen Zuschuss von 19.380 Euro. Die AWO erwartet die Übernahme des vollen Trägeranteils von 7,8 Prozent. Dies entspricht einem jährlichen Zuschuss von 44.460 Euro.

Beim Blick auf die regelmäßigen Öffnungszeiten gibt es Unterschiede: Die StepKids aus Berlin, die mit zwei im Aufbau befindlichen Einrichtungen im Kreis vertreten sind, öffnen nach Bedarf der Eltern, maximal neun Stunden am Tag. Die Elterninitiative Ense, die Trägerin der „Bremer Stadtmusikanten“ und der „Möhneräuber“ ist, ist regelmäßig von 7 bis 16 Uhr, bei Bedarf bis 16.30 Uhr geöffnet. Die AWO, die 13 Einrichtungen im Kreis Soest betreibt, ist geöffnet von 7 bis 17 Uhr.

Randzeitenbetreuung über Öffnung von 7 bis 16 Uhr hinaus ist bei den StepKids „nach Bedarf möglich“. Die Elterninitiative hält sie für „denkbar“, aber abhängig von Bedarfen der Eltern“. Für die AWO ist die Betreuung „bis 17 Uhr Standard. Darüber hinaus sind Betreuungszeiten denkbar, sofern die Finanzierung gesichert ist. Auch die Angliederung einer Tagespflege ist denkbar.“

Die Verpflegung mittags wird bei den StepKids vor Ort zubereitet, es wird pro Monat ein pauschaler Betrag von 90 Euro erhoben. Für die Elterninitiative Ense übernimmt ein örtlicher Caterer aus Höingen die Verpflegung bei Kosten von 3,30 Euro pro Mittagessen. Die AWO bietet „hochwertige Teilfertiggerichte“ an. Der Beitrag beläuft sich auf elf mal 56 Euro pro Jahr.

Quelle: Soester Anzeiger

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