Umgehung: Bremer setzen auf Einhaltung der Beschlüsse

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Theo Kies, Dieter Kieseheuer, Ulrich Häken und Paul Röer (von links) setzen auf die Einhaltung der gültigen Beschlüsse und damit auf eine Umgehung.

Bremen -  Für Theo Kies, Paul Röer, Dieter Kieseheuer sowie Ulrich Häken ist die Sache klar: „Die Bremer Bürger sollten eigentlich darauf vertrauen dürfen, dass der Ratsbeschluss aus dem Jahre 2012 weiterhin Priorität hat.“ Und so reihen auch sie sich in die Gruppe jener ein, die sich für eine Umgehung Bremen/Ruhne stark machen.

Dabei erinnerte das Quartett am Mittwochabend bei einem Ortstermin an der Werler Straße daran, dass schon seinerzeit der Grund für eine B 516 n die starke Frequentierung der Trasse mit ca. 8.000 Fahrzeugen am Tag und zunehmender Schwerlastverkehr durch den Industriepark in Höingen gewesen sei. 

„Wir glauben nicht, dass sich seitdem etwas zur Milderung der Situation getan hat. Im Gegenteil. Durch weitere Ansiedlungen von Unternehmen ist mit einem noch deutlich zunehmenden Schwerlastverkehr zu rechnen“, so Ulrich Häken. Wobei ihm eines wichtig ist: „Nichts gegen die neuen Unternehmen. Sie geben unseren Einwohnern die Lebensgrundlage, schaffen Arbeitsplätze und sichern durch ihre Steuern die Weiterentwicklung der Gemeinde. Aber trotz allem“, so die Bremer Anlieger der Werler Straße, „wir wollen keinen ‘Krieg führen’ mit unseren Nachbarn aus Ruhne. 

Aber: Nur das Problem verlagern, kann keine Lösung sein. Deswegen müssen Rat und Verwaltung der Gemeinde Ense dafür sorgen, dass die Umgehungsstraße zwar kommt, aber so weit weg von Ruhne, dass es erträglich ist. Hier sollten Ruhner und Bremer zusammen stehen und für eine vernünftige Lösung kämpfen“, setzt man auf eine für alle Seiten zufrieden stellende Lösung.

In diesem Zusammenhang verweist das Quartett auf eine aus seiner Sicht durchaus bedeutsame Beobachtung: So habe sich der Verkehr seit der Öffnung der Autobahnabfahrt „Werl-Süd“ vor ihren Türen „vervielfacht“. Als die Abfahrt nun für längere geschlossen gewesen sei, habe man dies gleich deutlich gespürt.

Und mit dieser erneuten Wortmeldung für eine Verwirklichung der im Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes vorgesehenen Ortsumgehung Bremen/Ruhne dürfte die Politik nun eine breite Palette an Aussagen für das Projekt haben, möglicherweise schon in der nächsten Bau- und Verkehrausschusssitzung am 16. Juni ein vorentscheidendes Votum treffen zu können. Bekanntlich soll sich die Politik dann ein erstes Mal inhaltlich positionieren, ehe dann der Rat am 30. Juni die Umgehung auf der Tagesordnung haben wird. Das hatten die gegen die Maßnahme protestierenden Anwohner aus Ruhne sowie den Bremer Baugebieten Wolfsheide und Burkardrother Straße gefordert. Bis dahin wollen sie das Gespräch mit allen Fraktionen suchen.

Quelle: Soester Anzeiger

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