Radweg durch Bremer Bachtal kann gebaut werden

BREMEN -  Der Radweg durch das Bremer Bachtal kann gebaut werden. Mehrheitlich bei nur zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung nämlich hat der Kreisausschuss am Donnerstag die für die Verwirklichung des Projektes erforderliche Befreiung von den Festsetzungen des Landschaftsplanes erteilt.

Das aber geht einher mit Ausgleichsmaßnahmen, für die die Gemeinde wiederum tief in die Tasche greifen muss. Zudem ist klar: Die Gemeinde muss untersuchen, ob im Plangebiet ein Uhu lebt und gegebenenfalls mit zusätzlichen artenschutzrechtlichen Maßnahmen darauf reagieren. Scheitern aber kann der Bau des Radweges selbst dann nicht, wenn das Tier, das ein Bürger wahrgenommen haben will, tatsächlich dort lebt. Allerdings müssen für diese Untersuchung Steuergelder in vierstelliger Höhe aufgewandt werden. Bürgermeister Hubert Wegener kündigte gestern im Gespräch mit dem Anzeiger ferner an, noch in diesem Jahr mit dem Radwegebau von Bremen bis zur Waterlappe entlang der Tennisplätze beginnen zu wollen.

Bekanntlich soll der Radweg von Bremen über Waltringen nach Wickede und von Niederense nach Möhnesee führen. Die Bezirksregierung fördert das Vorhaben mit immerhin 189 500 Euro bei Gesamtausgaben von 270 700 Euro.

Verwaltung und Politik hatten stets betont, dass diese Radwegeverbindung für radtouristisch interessierte Enser wichtig sei und eine wichtige überörtliche Funktion besitze. Der Landschaftsbeirat des Kreises indes hatte Bedenken bezüglich der Trassenführung geäußert und sein Veto eingelegt. Das aber war bereits vom Umweltausschuss des Kreises im August zwar zur Kenntnis genommen, aber in öffentlicher Sitzung wieder verworfen worden. Das öffentliche Interesse an dem Radweg sei nämlich höher als Naturschutzbelange einzuschätzen, weil es auch darum gehen müsse, dem Menschen die Natur nahe zu bringen. - det

Quelle: Soester Anzeiger

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