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Verkehrsausschuss stimmt für Schulwegsperrung

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Die neue Willi-Eickenbusch-Straße ist mittlerweile als Tempo-30-Zone ausgewiesen. Auch das soll zur Verkehrssicherheit der Schüler beitragen.
Die neue Willi-Eickenbusch-Straße ist mittlerweile als Tempo-30-Zone ausgewiesen. Auch das soll zur Verkehrssicherheit der Schüler beitragen.

BREMEN ▪ Gut acht Wochen nach seiner ersten Entscheidung hat der Bau- und Verkehrsausschuss am Donnerstagabend wieder den Weg für eine Sperrung des Schulwegs in Bremen freigemacht.

CDU, FDP und Grüne stimmten nach intensiver Aussprache nämlich – wie bereits im Januar – für den Verwaltungsvorschlag, die Trasse von der Werler Straße aus bis zum Eingang des Schulhofs der Conrad-von-Ense-Schule testweise für ein Jahr dicht zu machen. Umgesetzt werden soll der Schritt allerdings erst nach Fertigstellung des Endausbaus der Willi-Eickenbusch-Straße, der noch im Frühjahr erfolgen soll. Gescheitert war zuvor die SPD mit ihrem Antrag, nach der einjährigen Sperrung auch eine einjährige Ausweisung des Schulweges als Einbahnstraße festzuschreiben, da nur so eine echte Vergleichsmöglichkeit beider Varianten gewährleistet sei. Die Ausschuss-Mehrheit jedoch hielt das für überflüssig, da der Beschluss den Zusatz beinhaltet, ohnehin nach zwölf Monaten erneut in eine Grundsatzentscheidung über die Verkehrsführung eintreten zu wollen. Die Genossen wiederum hegen die Befürchtung, dass die Testphase ohne eine zu prüfende zweite Variante stillschweigend in eine zeitlich unbefristete Sperrung münden könnte. Indes: Das letzte Wort in der Sache hat erst der Rat, der am 7. April abschließend das Thema behandeln wird. Im Februar hatte man dort bekanntlich die beschlossene Sperrung wieder „einkassiert“.

Dabei waren die Argumente der Fraktionen am Donnerstagabend die bereits bekannten: Hier (CDU, FDP und Grüne) erstens die Berücksichtigung des Willens der Anwohner, die eine Sperrung wollen, sowie zweitens die räumliche Neuausrichtung der Schule hin zur Willi-Eickenbusch-Straße, die drittens stets als Entlastung für den Schulweg gedacht gewesen sei, weshalb eine Schließung des Schulweges eben Sinn mache. Dort (SPD, BG) die Skepsis, dass die Sperrung zu weit gehe, da durch den Abschluss aller Baumaßnahmen in dem Quartier (Sportplatz, Schule) die Belastungen für die Anwohner mittlerweile zurückgegangen seien, eine Sperrung zudem das „wilde Parken“ im Schulweg bzw. der Schlesischen Straße nicht verhindere, sondern nur noch verstärke (Hans Füchtey, SPD).

Die Verwaltung wiederum wies darauf hin, dass die Sperrung nur einen kleinen Teilabschnitt des Schulweges umfasse, und zwar von der Werler Straße aus bis zum Schulhof, die Straße ansonsten aber weiter beidseitig befahrbar bleibe. Sie untermauerte zudem die Sperrungs-Absicht mit neuesten Verkehrszählungen. Danach nutzen den Schulweg täglich rund 400 bis 450 Fahrzeuge. Zudem sollen ab sofort verstärkte Kontrollen des ruhenden Verkehrs durch das Ordnungsamt vorgenommen werden.

Kritisiert wurde von der SPD in diesem Zusammenhang, dass trotz entsprechender Hinweise bereits im vergangenen Oktober die Beschilderung des Schul- und Sportzentrums in Höhe der Werler Straße nicht entfernt bzw. an die Willi-Eickenbusch-Straße verlegt worden sei. Hierdurch könne man nicht ausschließen, dass die Verkehrszählung ein falsches Bild ergeben habe.

Ob der Rat dem Ausschuss-Votum folgt, bleibt die spannende Frage. Vor allem, wie die Grünen abstimmen. Beim letzten Mal hatten die Ratsherren Jürgen Kretschmer und Olaf Teuber nicht die Meinung ihres Ausschuss-Mitglieds Thomas Gutwin vertreten, der damals wie erneut am Donnerstagabend für die testweise Sperrung war.

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