Verwaltung in Ense gegen Duschen und Toiletten im Industriegebiet Höingen

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Versuchsweise hat die Verwaltung eine mobile Toilettenanlage im Industriegebiet aufgestellt.

Höingen – Die Grünen haben haben ihre Forderung bezüglich der Schaffung von Sanitäranlagen durch die Gemeinde im Höinger Industriegebiet erneuert, sind damit aber bei Verwaltung und den politischen Mitbewerbern nicht auf Gegenliebe gestoßen.

Vielmehr befürchtet man im Rathaus und in den übrigen Parteien, dass der Bau und die Bereitstellung von Duschen und Toiletten wie ein Magnet wirkten und für noch mehr Verkehr sorgten.

Lösungen, etwa die Bereitstellungen von zusätzlichen Lkw-Rastplätzen an Autobahnen, müssten auf Landes- oder Bundesebene geschaffen werden. SPD-Fraktionschef Michael Heierhoff regte dabei an, nach dem Verursacher-Prinzip vorzugehen.

So sollten die für Abhilfe der Situation sorgen, die für sie verantwortlich seien: die Industrie und die sie beliefernden Logistik-Unternehmen. 

Enses Beigeordneter Andreas Fresen verwies zudem darauf, dass die Polizei zurzeit keine Handlungsanweisung habe, wie mit campierenden Lkw-Fahrern umzugehen sei. Zudem erklärte er, mit den Unternehmen im Industriegebiet in der Angelegenheit und im Austausch zu stehen. So ständen Lkw-Fahrern tagsüber Toiletten zur Verfügung, nur nicht am Wochenende. „Ich kann nur davon abraten, hier eine Infrastruktur mit Toiletten und Duschen zu schaffen.“ Dies spräche sich schnell herum und zöge auch Lkw-Fahrer an, die ursprünglich überhaupt nichts in Höinger Industriegebiet wollten.

Indes: So ganz zufriedengeben mochte sich Grünen-Fraktionschefin Dr. Stefani Konstanti mit dieser Einstellung nicht. „Wie menschlich sind wir in Ense?“ so die Politikerin mit Blick auf die Tatsache, dass Lkw-Fahrer häufig gezwungen seien, ihr „menschliches Bedürfnis“ aufgrund fehlender Toiletten im Freien zu verrichten.

Quelle: Soester Anzeiger

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