Verwaltung erstellt Raumkonzept für den „Lindenhof“

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Als Notunterkunft für Flüchtlinge wird der Gaststätten-Bereich wohl nicht mehr benötigt. Deshalb überlegt man im Rathaus nun, wie man die Räume sinnvoll nutzen kann.

Niederense -  Ein Raumkonzept soll Klarheit bringen, wie der Gaststätten-Bereich des „Lindenhof“ in Niederense zukünftig genutzt werden kann. Dabei existieren im Rathaus bereits zwei Ideen, die sich durchaus miteinander kombinieren ließen.

Diese Einschätzung zumindest hat Dennis Schröder, als Fachbereichsleiter im Rathaus unter anderem für Flüchtlingsfragen zuständig, im Gespräch mit dem Anzeiger vertreten.

So sei etwa denkbar, dem Verein „Flüchtlinge werden Nachbarn in Ense“ einen Raum für Beratungen anzubieten, in dem aber auch Meldetermine für die Asylbewerber durchgeführt werden könnten. Zudem sei nicht auszuschließen, nach Rücksprache mit der für die „aufsuchende Jugendarbeit“ in Ense zuständigen Sozialarbeiterin Kristina Jost, in der ehemaligen Gaststätte einen Treffpunkt für die Niederenser Jugendlichen zu etablieren. Wobei Dennis Schröder unterstreicht: Beide Varianten seien lediglich zum gegenwärtigen Zeitpunkt Gedankenspiele und müssten letztlich auf ihre Machbarkeit hin genauer unter die Lupe genommen werden. Dazu zähle nicht zuletzt die Frage der Finanzierung.

Hintergrund der Überlegungen für ein solches Raumkonzept ist dabei die Tatsache, dass der Gaststätten-Bereich des „Lindenhof“ wohl nicht mehr als Notunterkunft für die Unterbringung von Flüchtlingen vorgesehen ist, was wiederum mit der deutlich nachlassen Zuweisung von Asylbewerbern durch die Bezirksregierung nach Ense zusammenhänge, wie Fachbereichsleiter Dennis Schröder ausführte. So erreichten Ense seit Jahresbeginn bis Anfang Juli nur 16 Flüchtlinge, weitere 40 sind nun bis Ende September in drei Etappen aufzunehmen, von denen die ersten zehn Personen bereits eingetroffen sind. Das allerdings sorgt für eine Entspannung bei der Unterbringung und schafft Möglichkeit, die vorhandenen Wohnungen und Gebäude anderweitig zu nutzen.

Momentan leben in Ense 198 Flüchtlinge, die mittlerweile auch fast alle registriert sind, dass das eigentliche Asylverfahren beginnen kann. Nicht auszuschließen, dass im Zuge dessen weitere Personen die Gemeinde verlassen werden.

Bekanntlich hatte die Gemeinde angesichts der hohen Zahl an Zuweisungen von Flüchtlingen im vergangenen Jahr den „Lindenhof“ zum 1. Januar 2016 angemietet, um dort Asylbewerber unterbringen zu können. Allerdings war man schon damals zunächst nur von einer Nutzung der ehemaligen Fremdenzimmer ausgegangen, war offen, welche Verwendung man für den Gaststätten-Bereich finden würde. Die erste Idee von Bürgermeister Hubert Wegener, ihn zu Wohnraum umzubauen oder eine Notunterkunft daraus zu machen, hatten sich allerdings nach dem Zuweisungsstopp weiterer Flüchtlinge relativ schnell wieder erledigt.

Quelle: Soester Anzeiger

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