Verwaltung legt Bekenntnis zu Löschgruppen ab

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Der Löschzug Bremen gilt als geografischer Mittelpunkt und wird mithin als Schwerpunkteinheit im noch gültigen Brandschutzbedarfsplan geführt. Auch daran dürfte sich nichts ändern.

Bremen - Die Verwaltung plant bei der Strukturierung der Feuerwehr keine weiteren Zentralisierungen und plädiert für einen Erhalt aller vorhandenen Löschgruppen.

Das jedenfalls ist eine der Kernaussagen im Entwurf des neuen Brandschutzplanes der Gemeinde Ense, wie Bürgermeister Hubert Wegener im Gespräch mit dem Anzeiger erklärt hat. Dabei legt der Verwaltungschef Wert auf die Aussage, dass es sich hierbei lediglich um einen Vorschlag handelt. Das letzte Wort wird die Politik sprechen nach einer entsprechenden Beratung. Wobei Bürgermeister Hubert Wegener gestern ankündigte, Ratsmitgliedern und Feuerwehr das umfangreiche Papier aller Voraussicht nach Anfang März ein erstes Mal vorstellen zu wollen.

Inhaltlich begründet die Verwaltung die Notwendigkeit einer Dezentralisierung der Wehr mit der räumlichen Entfernung der 14 Ortsteile. Nur so könne ein zeitnahes Eingreifen der Wehr ermöglicht werden. Zudem würden die Anfahrtswege der Einsatzkräfte verkürzt.

Und so steht das uneingeschränkte Bekenntnis zu den vorhandenen Standorten vor allem in Verbindung mit dem ausreichenden Schutz der Bevölkerung. Insbesondere auch in den kleineren Ortsteilen. Denn schon der Wegfall einer einzelnen Einheit „würde dazu führen, dass ein erheblicher Anteil der Bevölkerung nicht mehr in der Hilfsfrist von 8 Minuten nach der Alarmierung erreicht werden könnte“, hatte es im aktuell gültigen Brandschutzbedarfs geheißen. Und ganz offenkundig hat sich an dieser Einschätzung in der Rathausspitze nichts geändert.

Apropos Hilfsfristen: Genau wie im aktuellen Brandschutzbedarfsplan, soll auch im neuen für die Jahre 2016 bis 2020 folgendes Schutzziel aufgestellt bzw. formuliert werden: „In 90 Prozent der Einsätze kann der Einsatzort innerhalb der Hilfsfrist von 8 Minuten mit einer Funktionsstärke von zehn Einsatzkräften erreicht werden. Es stehen genügend Atemschutzgeräteträger und Führungskräfte zur Menschenrettung bei einem standardisierten Schadensereignis zur Verfügung. Weitere 5 Minuten später stehen insgesamt 16 Funktionen (eine Staffel, eine Gruppe und ein Zugführer) zur Verfügung.“

Quelle: Soester Anzeiger

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