Verwaltung plant „runden Tisch“ für Ortskern-„Aufhübschung“

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Der Rathaus-Vorplatz soll nach den Osterferientagen gereinigt werden. Auch dies wertet man als eine Maßnahme zur Attraktivitätssteigerung der Bremer Ortsmitte.

Bremen - Um die Attraktivität der Bremer Ortsmitte zu verbessern, wird die Verwaltung die Anlieger bzw. Grundstückseigentümer an einen Tisch holen, um gemeinsam Ideen für die vom Initiativkreis gewünschten „Aufhübschungen“ zu entwickeln.

Das hat gestern Enses Beigeordneter Andreas Fresen gegenüber dem Anzeiger angekündigt. Und hat vor allem eines deutlich gemacht: „Wir werden gemeinsam Lösungen finden“, so der Verwaltungsfachmann, der nach der mitunter deutlichen Kritik an der Verwaltung in der Vorwoche durch den Initiativkreis nun positiv nach vorne schauen will. Wobei für ihn wichtig ist: Alle Bemühungen fruchten nur dann, wenn auch alle Entscheidungsträger an einem Strang ziehen, sprich Verwaltung, Politik, Initiativkreis und Anwohner. Und ein Beispiel verdeutlicht, wie entscheidend eine solche Kooperation ist. Denn die in der Vorwoche von der Bürgergemeinschaft als „unattraktiv“ bezeichneten Baumstümpfe, die den Ortskern „verschandeln“ würden, befinden sich nach Aussage von Andreas Fresen überhaupt nicht im Besitz der Gemeinde, sondern stehen auf Privatgrund, so dass keine Handhabe oder Möglichkeit besteht, hier tätig zu werden.

Und so möchte Andreas Fresen mit seinem Gesprächsangebot vor allem ausloten, wer zur Attraktivitätssteigerung der Ortsmitte welche Aufgabe übernehmen kann. Die Gemeinde etwa werde nach Ostern die Reinigung des Rathaus-Vorplatzes übernehmen, was allerdings schon vor der Kritik in der Vorwoche vorgesehen gewesen sei.

Bezüglich des Rufs nach Kurzzeitparkplätzen in der Ortsmitte durch den Initiativkreis-Vorstand will Andreas Fresen zunächst die rechtlichen Möglichkeiten klären und danach – auch in Abstimmung mit der Politik – das Ansinnen beraten.

Mitten in die vom Initiativkreis angestoßene Debatte um eine Attraktivitätssteigerung der Ortsmitte gesellt sich parallel eine eher schlechte Nachricht. So zieht sich zum 31. März das Rehamend-Sanitätswarenhaus wieder aus der Ortsmitte zurück, wo es erst zum 1. Juli des vergangenen Jahres in den ehemaligen Räumen der Physiotherapie-Praxis heimisch geworden war. Die Erwartungen an den Standort hätten sich „nicht erfüllt“, so der Geschäftsführer. Eine Aufrechterhaltung der Niederlassung sei von daher „betriebswirtschaftlich nicht sinnvoll“.

Quelle: Soester Anzeiger

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