Planungen in Ense reifen:

Verwaltung und Politik wollen Gemeindewerke gründen

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Mit Strom lässt sich Geld verdienen, davon will jetzt auch die Gemeinde profitieren.

Bremen - Einstimmig hat der Enser Gemeinderat die Verwaltung beauftragt, „die Gründung von Gemeindewerken und die Beteiligung dieser Werke an einer Energienetzgesellschaft weiter vorzubereiten.“

Dabei fiel die Entscheidung am Dienstagabend in einer nicht-öffentlichen Ratssitzung, die erst nach gut drei Stunden mit der Abstimmung an ihr Ende kommen sollte. 

Und im Kern soll nun folgendes Konzept weiter vorangetrieben werden: Die Gemeinde Ense gründet ein Gemeindewerk als eine 100-prozentige „Tochter“. Aus dieser Gesellschaft sollen dann weitere Firmen hervorgehen, die verschiedene Geschäftsfelder abdecken – allerdings unter Mitwirkung eines Kooperationspartners. 

Und als einen ersten Schritt kann man sich eben die Beteiligung an einer Energienetzgesellschaft vorstellen, um so das Strom- und Gasnetz mit zu übernehmen. 

Und auch wenn Bürgermeister Hubert Wegener sich gestern im Gespräch mit dem Anzeiger noch nicht über die Höhe dieser Beteiligung festlegen mochte, so sei das Ziel eine Partnerschaft „auf Augenhöhe“. Klar nur sei für Verwaltung und Politik: Der Zeitpunkt für eine solche Investition sei gut, das Risiko im Vergleich zu den erwartbaren Vorteilen durchaus überschaubar. 

So rechne man fest damit, mit einer solchen Gesellschaft Einnahmeverbesserungen im Haushalt der Gemeinde zu erzielen. Doch auch in puncto Sicherung bei der Energieversorgung sowie in Sachen Mitsprache bei zukünftigen Investitionen erwartet man durchaus positive Effekte. 

Allerdings geht es bei der Gründung eines Gemeindewerkes Ense nicht nur um die Beteiligung am Strom- oder Gasnetz. 

Eine solche 100-prozentige Tochter der Gemeinde Ense könnte sich unter Beteiligung von Partnern auch um die Stromerzeugung bzw. den -vertrieb, die Straßenbeleuchtung, die Kanalführung oder die gemeindlichen Immobilien kümmern. 

Priorität allerdings habe zunächst nach der Gründung der Gemeindewerke die Beteiligung an einer Energienetzgesellschaft. Und beides, so schwebt es zumindest Bürgermeister Hubert Wegener vor, sollte im besten Falle schon im kommenden Jahr an den Start gehen.

Quelle: Soester Anzeiger

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