Repowering

Verwaltung will an Plänen festhalten 

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Hoch hinaus will man mit den Repowering-Plänen für Windkraftanlagen in Ruhne und Bittingen. Ob es soweit kommt, muss jetzt abgewartet werden. 

Bremen -Gegenwind für die Windkraft-Planungen zwischen Ruhne und Waltringen sowie nordöstlich von Bittingen. So zumindest sehen es Pessimisten. Im Enser Rathaus gibt man sich dagegen zuversichtlich, dass die bisherigen Planungen für das Repowering nun nicht komplett überholt sind

Dabei geht es um Pläne der schwarz-gelben Landesregierung, wonach kein Windrad mehr dichter als 1 500 Meter zum nächsten Wohnhaus gebaut werden darf, wie es im Koalitionsvertrag heißt. Bestandsschutz hätten allenfalls Anlagen, die zwar noch nicht errichtet, wohl aber genehmigt sind.  

Doch Michael Joswig, Chef der Baugenehmigungsabteilung beim Kreis Soest, sieht ein solches Projekt im Kreis Soest nicht, wie er gegenüber dem Anzeiger erklärt hatte. Für die Vorhaben zwischen Ruhne und Waltringen sowie nordöstlich von Bittingen könnte das also schlecht sein. 

Andreas Fresen, Beigeordneter der Gemeinde Ense, will soweit aber noch lange nicht gehen. So handle es sich lediglich um Absichtserklärungen der Düsseldorfer Politik, gebe es noch keinen Erlass. Und: Ob die Vorgaben auch für das Repowering – also den Austausch von Rädern – gelten, sei unklar. Mithin ist für Andreas Fresen klar: „Wir halten an den aktuellen Planungen für die Sonderbauflächen im Bereich Ruhne/Waltringen sowie nordöstlich von Bittingen fest“, wie er im Gespräch erklärte. 

Und damit bestätigt der Beigeordnete die Einschätzung von Bürgermeister Hubert Wegener. Denn der Verwaltungschef hatte auf eine Anfrage von BG-Fraktionschef Andreas Vetter im jüngsten Themenkomplex eine gleichlautende Antwort gegeben. 

Bekanntlich hat der Gemeinderat beschlossen, in der Sonderbaufläche für Windkraft nord-östlich von Bittingen ausdrücklich nur die Errichtung eines neuen Rades mit einer Gesamthöhe von 120 Metern und einem und einem Rotordurchmesser von 71 Metern sowie eine zweite „Mühle“ mit einer Gesamthöhe von 186 Metern bei einem Rotordurchmesser von 92 Metern zuzulassen. Gleichzeitig mussten sich die Investoren verpflichten, bei Inbetriebnahme der neuen Anlage umgehend und zwingend vier Altanlagen, zwei östlich von Bittingen mit Höhen von jeweils 70,5 Metern und zwei südlich der B 516 mit Höhen von jeweils 62 Metern, abzubauen. Dabei wird sich die kleinere der beiden neuen Anlagen 435 Meter von Bittingen entfernt zu befinden haben. 

In der Sonderbaufläche für die Windkraft-Nutzung im Bereich Ruhne/Waltringen darf ein neues Rad mit einer Höhe von 150 Metern entstehen, werden dafür drei Altanlagen abgebaut.

Indes: Trotz aller Beschlüsse – und dem Protest in Bittingen – sind die Verfahren noch nicht beendet, fehlen nach wie vor wichtige Unterlagen, wie es im Planungsausschuss vor wenigen Wochen hieß. Erst im September wolle man die Verfahren weitertreiben.

Quelle: Soester Anzeiger

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