Conrad-von-Ense-Schule:

Videoüberwachung statt Gebäudesanierung

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Ein Teil der eigentlich für Gebäudesanierungen vorgesehenen Mittel aus dem Konzept „Gute Schule 2020“ soll in die Finanzierung der beschlossenen Videoüberwachung fließen.

Bremen -  Die Videoüberwachung für die Conrad-von-Ense-Schule wird aus dem Topf „Gute Schule 2020“ finanziert, der Wachdienst dagegen aus dem laufenden Haushalt. Und das mit den Stimmen der Grünen, die zuvor noch deutliche Kritik an diesem Plan geübt hatten.

So war es Grünen-Ratsfrau Dr. Stefanie Konstanti gewesen, die im Schulausschuss Ende Juni deutlich gemacht hatte, dass ihr die Finanzierung einer Videoüberwachung für die Sekundarschule über das landesweit aufgelegte Konzept „Gute Schule 2020“ eigentlich nicht gefalle. Grund: Verwendung finden soll Geld eigentlich für Digitalisierung der Schulen oder deren Gebäudeerhaltung.

Zwacke man nun einen gut fünfstelligen Betrag für die Videoüberwachung der Schule ab, um weitere Schmierereien an der Schule zu verhindern, dann bestrafe man im Grunde Schüler und Lehrer für das Fehlverhalten Dritter. Mithin, so Dr. Stefani Konstanti, solle man das Geld für die Videoüberwachung aus dem laufenden Haushalt nehmen, die Mittel aus dem landesweiten Programm für diesen Sonderfall nicht dafür angreifen.

Eine Einschätzung, die im Schulausschuss zwar nicht großartig von den übrigen Fraktionen kommentiert, aber auch nicht kritisiert wurde. Indes: Aus der guten Absicht der Grünen wurde am Ende nichts. Denn bei der endgültigen Abstimmung über das Projekt „Gute Schule 2020“ zwei Wochen später im Rat am 6. Juli erinnerte sich Dr. Stefani Konstanti offenkundig nicht mehr an ihren Vorstoß aus dem Schulausschuss und stimmte sowohl für die Videoüberwachung der Sekundarschule als auch für die Finanzierung dieser Maßnahme aus dem Konzept „Gute Schule 2020“. 

Quelle: Soester Anzeiger

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