Viel Arbeit als Electro-DJ

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Alexander in seinem Element: Zwischen Laptop und Mischpult sorgt er für die Unterhaltung der Feiernden.

Niederense - Alexander Schäferhoff aus Niederense legt als Electro-DJ am Goldstrand vor bis zu 4500 Gästen auf.

Eine gelungene Party steht und fällt in der Regel mit der richtigen Musik. Stimmung und Geschmack der Gäste müssen erkannt, die passende Musik muss aufgelegt werden. Verantwortlich dafür, egal ob private Feier oder öffentliche Party, sind DJs. Einer von ihnen: DJ Alexs Evanz alias Alexander Schäferhoff.

„Ich war schon immer ein Musikfreund“, antwortet er auf die Frage nach seiner Motivation. Schon mit sechs Jahren lernte er Gitarre, spielte im Jugendalter in einer Band. „Wie man es sich vorstellt, mit Probenraum und allem anderen“, beschreibt er diese Zeit, auf die schon bald die Vorliebe für elektronische Musik folgte.

Vom Hobby zum Kleingewerbe

Vor einigen Jahren begann er dann selbst aufzulegen. Zunächst „hobbymäßig“ auf Geburtstagen, wurde es auf Abi- und Jungschützenfeiern immer professioneller. Irgendwann wurden die ersten Clubbesitzer aus der Region auf ihn aufmerksam, aus vereinzelten Auftritten wurden feste Engagements als Resident-DJ. Parallel dazu meldete Alex, wie er am liebsten genannt wird, mit 18 ein Kleinunternehmen an, organisierte fortan selbst Veranstaltungen.

Damit jedoch nicht genug: je bekannter er in der Szene wurde, desto weiter wurden seine Anfahrtswege zu den Clubs. Vor allem im Münsterland und Ruhrgebiet absolvierte er seine Auftritte, denkt heute noch gerne an Veranstaltungen wie das „Farbgefühle“ Festival in Dortmund, bei dem er im Vorjahr den Anheizer für Größen der Szene wie Mike Candys gab.

Ein Weg, den auch Alex gerne beschreiten würde, um dessen Schwierigkeiten er jedoch weiß. „Es ist unglaublich schwer nach oben zu kommen. Elektronische Musik ist sehr populär, entsprechend viele Leute versuchen sich daran, entsprechend wenig Chancen gibt es, um eine Nische für sich zu finden“, sieht er die Zukunftschancen realistisch. Dennoch wolle er „so weit nach oben wie möglich.“

Harte Arbeit am Goldstrand

Dass es in dieser Hinsicht schlechter laufen könnte, zeigte sich im Vorjahr. Ein bulgarischer Veranstalter wurde auf den Enser aufmerksam, für zwei Monate ging es an den Goldstrand. Wer dabei jetzt an ein laues Leben am Strand denkt, liegt jedoch weit daneben. „Ich war in den zwei Monaten nicht einmal im Wasser“, bestimmte die Arbeit sein Leben. Lange Auftritte bis in die Morgenstunden, professionelles Auftreten ohne einen Tropfen Alkohol und Wechsel zwischen verschiedenen Veranstaltungsorten bestimmten statt dessen den Tagesablauf.

Bei den Auftritten selbst musste das Gespür für das Publikum stimmen. „Ich gestalte meine Sets relativ spontan, lasse mich von den Gästen inspirieren. Je größer deren Anzahl ist, desto schwieriger ist es natürlich, alle zufrieden zustellen“, bleibt Alex auch in dieser Hinsicht realistisch. 100 Prozent der Zuhörer könne man in einer Großraumdisko oder Großveranstaltung nie überzeugen, aber versuchen möglichst nah daran zu kommen.

Ein Einsatz, der sich bislang lohnte. Denn nicht nur, dass Alex bereits in Clubs wie dem „Malibu“ für rund 4500 Gäste auflegte, kommenden Monat geht es wieder nach Bulgarien. Im Winter folgt zudem ein Monat im österreichischen Bad Gastein.

Bevor es jedoch soweit ist, steht Anfang Oktober ein „Heimspiel“ in der Niederenser Schützenhalle an.

Quelle: Soester Anzeiger

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