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Welle der Hilfsbereitschaft für krebskranke Enserin groß

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Von: Hermann Risse, Detlev Stute

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Ein Bild aus glücklichen Tagen: Jetzt bangt die Familie um das Leben von Patrizia Calcagno. © Calcagno

Niederense - „Wir sind überwältigt von der großen Anteilnahme. Und von der Welle der Hilfsbereitschaft.“ Marco Calcagno hat mit einer derart ausgeprägten Resonanz auf die Berichterstattung über das Schicksal seiner krebskranken Schwester Patrizia Calcagno nicht gerechnet.

So spenden die Schützenbruderschaft St. Hubertus Niederense und der Musikverein Niederense der Deutschen Knochenmark Spenderdatei (DKMS) für ihre Arbeit je 100 Euro.

Das gaben am Freitagabend in der Abrechnungsversammlung der Niederenser Schützen Brudermeister Reinhold Schwane sowie der 1. Vorsitzende des Musikvereins Niederense, Martin Quenkert, bekannt. Zuvor hatten sie in der Hubertushalle über das Schicksal von und die Typiesrungsaktion für Parizia Calcagno am 6. Oktober informiert.

Doch nicht nur das: Über das Wochenende hätten sich viele Niederenser an die Familie Calcagno gewendet, um ihre Solidarität und Unterstützung anzubieten. Und das, so Marco Calcagno, reiche von der Bereitschaft, an der Typisierungsaktion am 6. Oktober in Neheim teilzunehmen, über finanzielle Hilfe bis zu dem Angebot, einen Kuchen für den 6. Oktober zu backen. 

„Damit“, so Marco Calcagno, „haben wir nun wirklich nicht gerechnet.“ Gemeldet hat sich auch die Volksbank Sauerland. Sie wird eine „Bimmelbahn“ finanzieren, die an diesem Tag, an dem auch der Fresekenmarkt und verkaufsoffener Sonntag in der Neheimer Innenstadt stattfindet, zwischen Glockenspiel am Sauerländer Dom und dem Kunstwerk in der Möhnestraße ununterbrochen hin und her pendelt. Mit der „Bimmelbahn“ soll gewährleistet werden, dass der stark frequentierte Fresekenmarkt und die Typisierungsaktion zusammenrücken. So kommt man problemlos zur Typisierung und nach wenigen Minuten wieder zurück zum Fest. 

Die Volksbank wird zudem für jeden, der sich in Neheim typisieren lässt, 2,50 Euro an die DKMS spenden. Die Typisierung am 6. Oktober erfolgt „unblutig“, so Marco Calcagno. Und zwar nur über einen Abstrich der Mundschleimhaut. Das, so seine Hoffnung, senke die Hemmschelle, sich zu beteiligen.

Patrizia Calcagno ist binnen kurzer Zeit zum zweiten Mal vom Krebs heimgesucht worden. „Nur eine Stammzellentransplantation kann ihr Leben retten“, erklärt ihr Bruder Marco. Patrizia Calcagno befindet sich nach Aussage ihres Bruders derzeit in einem Krankenhaus in Marburg. Dort erhält sie eine Chemotherapie und wird bereits auf eine mögliche Transplantation vorbereitet.

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