Online-Petition läuft

Widerstand gegen größeres Industriegebiet in Höingen wächst

Eine Zunahme des Lkw-Verkehrs befürchten die Gegner einer Erweiterung des Höinger Industriegebietes.

Höingen – Die Online-Petition zur Begrenzung des Höinger Industriegebietes hat bislang 162 Unterstützer gefunden. Das sind gegenwärtig acht Prozent der erhofften 2000 Stimmen. Die Petition der Interessengemeinschaft (IG) Pro Ense richtet sich an Bürgermeister Hubert Wegener.

„Wir fordern mit dieser Petition, dass unsere Gemeinde auch für nachfolgende Generationen liebens- und lebenswert bleibt“, heißt es in der Petition.

Daher spricht sich die Interessengemeinschaft Pro Ense „dafür aus, dass die Ausdehnung des Höinger Industriegebietes begrenzt wird. Bei zukünftigen Industrieplanungen sollen Alternativen zum Industriegebiet Höingen gesucht werden unter größtmöglicher direkter Beteiligung der Bürger“, führt man aus. 

Als Grund für die Petition erinnert die Interessengemeinschaft Pro Ense daran, dass die Gemeinde plant, das Industriegebiet Höingen vorläufig um zehn Hektar in Richtung Norden und Osten zu erweitern. 

Dadurch rücke das Industriegebiet deutlich weiter an die Wohnbebauung in Bremen und Parsit heran. In der weiteren Planung sei sogar eine zusätzliche Erweiterung bis an die B 516 möglich.

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„Bereits heute ist das Industriegebiet flächenmäßig etwa so groß wie der Ortsteil Niederense“, schreibt die IG. Das bedeutet für die Interessengemeinschaft: „Weiter steigendes Verkehrsaufkommen durch Schwerlastverkehr und Pendler (bereits jetzt ist die Belastung in einigen Ortsteilen sehr hoch), Emissionen durch zum Beispiel Feinstaub, Lärm, Licht, Geruchsbelästigungen werden weiter stark steigen und das auch in den Nachtstunden und an Wochenenden, der Verlust des dörflich, ländlichen Charakters und die Abnahme und starke Einschränkungen der Möglichkeiten zur Naherholung.“

In den Kommentaren der Petitions-Unterstützer heißt es unter anderem: „Der ländliche Raum erträgt nur ein gewisses Maß der Industrialisierung, bis er als ländlicher Raum nicht mehr erkennbar ist.“ 

Oder: „Der Straßenverkehr in Ense ist überlastet. Durch eine Erweiterung wird er noch stärker.“ Eine weitere Person schreibt: „Mir sind die Forderungen wichtig, da ich quasi direkt im Wohngebiet nebenan wohne und jetzt schon Betriebslärm und Verkehrsgeräusche wahrnehmen kann. Diese werden mit stetiger Bebauung noch mehr werden. Ich habe meinen Wohnort allerdings danach ausgesucht, dass ich in ländlicher und ruhiger Umgebung wohne. Eine weitere Bebauung Richtung Parsit ist also nicht hinnehmbar.“

Quelle: Soester Anzeiger

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