„Willkommens“- und Jugendtreff im „Lindenhof“

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Ein Konzept für die Nutzung des „Lindenhof“ soll in den nächsten Wochen erarbeitet werden.

Bremen - Der Verein „Flüchtlinge werden Nachbarn in Ense“ hat Interesse an einer Nutzung des „Lindenhofs“ als „Willkommenstreff“.

Das hat Daniel Keil, Vorsitzender des Vereins, jetzt im Gespräch mit dem Anzeiger erklärt. Allerdings sei es bis zur Verwirklichung eines solchen Gedankenspiels noch ein weiter Weg. So müsste neben der Erarbeitung eines Nutzungskonzeptes für die ehemalige Gaststätte auch die erforderliche Finanzierung geklärt werden, wofür allerdings die Gemeinde verantwortlich sei. 

Nicht zu vergessen obendrein: Der „Lindenhof“ soll nicht nur als „Willkommenstreff“ für die Flüchtlinge genutzt werden. Auch für die Jugendlichen aus Niederense soll das Gebäude demnächst eine feste Anlaufstelle sein. Deshalb werde zu jener Arbeitsgruppe, die nun in die näheren Überlegungen einsteigen wird, neben Vertretern der Flüchtlingsinitiative und Benedikt Schulte, zuständig für Flüchtlingsfragen, auch Kristina Jost gehören, die die „aufsuchende Jugendarbeit“ in der Gemeinde koordiniert. „Wir wünschen uns eine ‘win-win-situation’ mit dem Ziel, dass alle Beteiligten und Betroffenen einen Nutzen erzielen“, so Daniel Keil.

Hintergrund der Überlegungen für einen solchen Willkommens“- bzw. Jugendtreff ist, dass der Gaststätten-Bereich des „Lindenhof“ wohl nicht mehr als Notunterkunft für die Unterbringung von Flüchtlingen vorgesehen ist, was wiederum mit der deutlich nachlassenden Zuweisung von Asylbewerbern durch die Bezirksregierung nach Ense zusammenhängt. 

So erreichten Ense seit Jahresbeginn bis Anfang Juli nur 16 Flüchtlinge, weitere 40 sind bis Ende September in drei Etappen aufzunehmen, von denen die letzten 15 noch ausstehen. Das allerdings sorgt für eine Entspannung bei der Unterbringung und schafft Möglichkeit, die vorhandenen Wohnungen und Gebäude anderweitig zu nutzen.

Und wie es aussieht, ist im Oktober nicht unbedingt mit weiteren Flüchtlingen zu rechnen. Denn bislang hat die Bezirksregierung keine Zuweisung angekündigt. Das aber könne sich jeden Tag ändern, so Bürgermeister Hubert Wegener.

Quelle: Soester Anzeiger

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